Köln 2017: Notwendiges Handeln und überflüssige Kommentare

Ein Teil der herrschenden Eliten hegt eine tiefe Abneigung gegenüber den Sicherheitskräften.

Vor einem Jahr forderte wir unter der Überschrift „Rechtlos in Köln“: „Einen Übergang zur Tagesordnung, wenn die Schlagzeilen verschwunden sind, darf es nicht geben. Und dafür braucht es Druck – nicht nur in den Parlamenten. Es steht alles auf dem Spiel, was an kulturellen Errungenschaften oder Rechtsstaatlichkeit in Jahrhunderten aufgebaut wurde!“

In diesem Jahr ist es einem massiven Polizeieinsatz tatsächlich gelungen, eine Wiederholung der Straftaten in der Silvesternacht weitgehend zu verhindern. Und dies, obwohl sich erneut mehr als tausend „fahndungsrelevante Personen“ am Kölner Hauptbahnhof treffen wollten. Viele davon rechnete die Polizei jener „Klientel zu, die im vorigen Jahr diese großen Probleme gemacht hat“, so ein Sprecher. Zuvor hatte bereits die Bundespolizei berichtet, dass „hochaggressive Gruppen“ in Zügen unterwegs seien.

Simone Peter

Simone Peter

nafris_twitter_peterDiese Personen wurden kontrolliert, einige auch zeitweilig festgesetzt. Das ging einigen weltfremden Politikern aus der links-grünen Ecke natürlich zu weit. Sie wittern und twittern – wie immer und überall – Rassismus bei den Beamten. Neben einigen NRW-Provinzpolitikern hat sich die  Grünen-Chefin Simone Peter besonders weit aus dem Fenster gelehnt. Ihrer Meinung nach stelle sich die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, „wenn insgesamt rund 1000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden.“  Und weiter: „Völlig inakzeptabel ist der Gebrauch von herabwürdigenden Gruppenbezeichnungen wie „Nafris“ für Nordafrikaner durch staatliche Organe wie die Polizei.“

Vorwürfe dieser Art sind nicht neu. Sie lassen eine tiefe Abneigung gegenüber den Sicherheitskräften ahnen. Doch den Zerstörern des Rechtsstaates wird auch zunehmend in den Redaktionsstuben der Massenmedien entgegengetreten. So fragte man im „Focus“ als Reaktion auf den Vorwurf die Grünen-Politikerin: „In welcher Welt leben Sie eigentlich, Frau Peter?“ Eine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage wird sie sicher nicht geben.

Rainer Wendt

Rainer Wendt

Allerdings knickte ausgerechnet der Polizeipräsident Jürgen Mathies angesichts der unqualifizierten Vorwürfe ein und bedauerte die Wortwahl seiner Untergebenen. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt hingegen verteidigte das Vorgehen seiner Kollegen und betonte den „Unterschied zwischen einem sprachwissenschaftlichen Grünen-Seminar und einem Polizeieinsatz.“ Richtig so!

Zum Schluss bleibt die (nicht ganz ernst gemeinte) Frage, ob Auszubildende, früher einfach Lehrlinge genannt, auch künftig mit der Abkürzung „Azubis“ bezeichnet werden dürfen oder ob dies auch als „Entmenschlichung“ wie im Falle der „Nafris“ zu gelten hat.

 

verwandt mit:

Watch Dragon ball super