»Die Außenpolitik der US-Regierung ist ein Alptraum!«

Die DS im Gespräch mit Matthew J. Heimbach (USA), dem Vorsitzenden der amerikanischen Traditionalist Worker Party (Oktober-Ausgabe 2016)

Matthew J. Heimbach, Vorsitzender der amerikanischen Traditionalist Worker Party (TWP), unterstützte im zurückliegenden US-Präsidentschaftswahlkampf Donald Trump. Die DS sprach mit ihm vor der Wahl.

DS: Herr Heimbach, einige unserer Leser werden Sie vom letzten NPD-Bundesparteitag in Weinheim kennen, wo Sie ein Grußwort gesprochen haben. Sie kommen aus den USA und sind Vorsitzender der Traditionalist Worker Party (TWP). Können Sie kurz etwas zu Ihrer Partei und deren Zielen sagen?

Die Traditionalist Worker Party ist die erste nationalistische Partei, die für die weißen Arbeiterfamilien in Amerika kämpft. Unsere Leute werden von den Republikanern und den Demokraten schon seit langer Zeit belogen, betrogen und mißbraucht. Die TWP ist im Gegensatz dazu eine Partei, die sich explizit für die eigenen ökonomischen, sozialen, kulturellen und demographischen Interessen einsetzt. Wirtschaftspolitisch sind wir eine Partei des »Dritten Wegs«, die gleichermaßen Kommunismus wie Kapitalismus ablehnt und für eine Ökonomie eintritt, bei der das Volk und die Nation an erster Stelle stehen – und nicht die multinationalen Konzerne und Banken, wie es im derzeitigen Wirtschaftssystem der Fall ist. Unsere Partei vertritt einen gesellschaftspolitischen Traditionalismus, was bedeutet, daß wir uns für unsere traditionellen Werte und Bräuche einsetzen und daß wir für starke und gesunde Familien, Gemeinschaften und eine ebensolche Nation eintreten. Als nationalistische Partei sind wir davon überzeugt, daß die Grundlage der Nation eine homogene Bevölkerung ist, die dieselbe Herkunft, Ethnizität und Kultur teilt. Wir müssen eine Zukunft sichern, in der unser Volk wieder in seiner eigenen Nation lebt und in der wir nicht länger Fremde auf einem Boden sind, den unsere Vorfahren durch ihr Opfer für uns gewonnen haben. Unser Ziel ist es, unserem Volk, das im gegenwärtigen politischen System keine Stimme mehr hat, wieder Repräsentation zu verschaffen und für seine berechtigten Interessen zu kämpfen.

DS: Auf ihrer Internetseite wirbt die TWP mit vier Schlagworten: Ethnisches Bewußtsein, Traditionalismus, Lokalismus und Ethnopluralismus. Ihr Leitspruch lautet »Lokale Lösungen für das globalistische Problem«. Können Sie kurz erläutern, was Sie damit meinen?

Die Geißel aller freien Völker in der modernen Welt, vor allem in Europa und Amerika, ist der Globalismus. Das Prinzip des ethnischen Bewußtseins basiert auf der Tatsache, daß es zwischen den Angehörigen eines Volkes ein gemeinsames Band gibt, sowohl in der Gegenwart als auch mit Blick auf die Vergangenheit. Jede ethnische Gemeinschaft hat dieses Bewußtsein und wird heute dafür im Westen gelobt – außer die Europäer selbst, die dafür angegriffen werden. Unsere Partei ist der Überzeugung, daß jede ethnische Gemeinschaft mit Stolz auf ihre Herkunft, ihre Leistungen, ihre Kultur und Bräuche, ihre religiösen Werte und ihre Geschichte blicken sollte. In Amerika wollen wir innerhalb der europäischstämmigen Bevölkerung das Volksbewußtsein wiedererwecken – und ein Bewußtsein dafür, daß man stolz auf seine Vorfahren sein kann und für seine Kinder kämpfen muß. Traditionalismus verstehen wir mit Gustav Mahler nicht als »Anbetung der Asche«, sondern als »Weitergabe des Feuers«. Wir versuchen, die Werte unserer Vorfahren zu bewahren, um sie an künftige Generationen weiterzugeben. Das heißt auch, daß wir uns für die Einheit der Geschlechter und eine gesunde Beziehung zwischen den Geschlechter einsetzen – im Gegensatz zum radikalen Feminismus des modernen Westens. Tradition heißt, unsere volkstümlichen Bräuche zu bewahren, um die Verbindung unserer Generation und aller künftigen Generationen mit ihren Vorfahren aufrechtzuerhalten und dies den »aufgeklärten« und liberalen Ideen, die unsere Leute und Institutionen in den letzten zwei Jahrhunderten vergiftet haben, entgegenzusetzen. Wir als Traditionalist Worker Party sind davon überzeugt, daß jedes Volk seine einzigartige Kultur und Gepflogenheiten hat und am besten weiß, wie es seine Belange regeln muß – unabhängig von fremden Einflüssen, ob nun aus Brüssel oder Washington D.C. Das ist der Eckpfeiler des Lokalismus als Weltanschauung. Das bedeutet: wir sind für ein Ende der Zentralisierung der Macht in globalistischen Organisationen wie der Europäischen Union, der NATO oder der US-Regierung, die vollkommen losgelöst sind vom Boden und vom Volk, das sie regieren, und nicht von ganzem Herzen sein Bestes wollen. Diese Institutionen dienen nicht dem Volk, diese globalistischen Instanzen dienen nur ihren Zahlmeistern und dem internationalen Kapital. Lokalismus bedeutet also, die Macht dem Volk zurückzugeben, damit wir gemäß unserer Traditionen unsere Dinge selbst in die Hand nehmen und das Beste für unser Volk anstreben können. Es geht uns darum, die Gemeinschaften zu stärken, um sie selbständig zu machen, und dem Volk die Möglichkeit geben, seine eigene Politik so zu gestalten, wie es dies für notwendig erachtet. Deutschland sollte von Deutschen für Deutsche regiert werden, die Engländer sollten über England bestimmen, und die weißen Amerikaner haben ebenso das Recht auf eine eigene Nation, die von eigener Hand aufgebaut, vom eigenen Volk regiert, als Heimat für zukünftige Generationen gesichert wird. Ethnopluralismus heißt für uns, das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Volkes zu unterstützen. Der Globalismus versucht, jegliche ethnische Identität und die Souveränität aller Nationen zu vernichten – und deswegen sind wir Nationalisten aufgefordert, den gemeinsamen Feind auf denselben Barrikaden zu bekämpfen. Wir unterstützen alle nationalistischen Bewegungen, nicht nur europäische, die anderen Nationalisten Respekt entgegenbringen und sich zum Ziel gesetzt haben, der Plage des Globalismus ein Ende zu bereiten. Diese Prinzipien haben wir in unserem Motto »Lokale Lösungen für das globalistische Problem« zusammengefaßt.

DS: Ist die TWP bereits zu Wahlen angetreten bzw. sind Antritte in Planung?

Wir werden als Kandidaten der TWP erstmals 2018 bei Wahlen antreten. Ich sehe uns auf lokaler und Bundesstaatsebene durchaus als konkurrenzfähig an – und deswegen konzentrieren wir vorerst dort unsere Energien, anstatt bei nationalen Wahlen anzutreten. Unser Hauptaugenmerk legen wir auf den Aufbau lokaler Verbände sowie die Vereinigung unterschiedlicher Lager innerhalb der nationalistischen Bewegung unter dem Banner der TWP. Sowohl ich als auch eine Vielzahl weiterer Parteikameraden planen, in zwei Jahren für ein politisches Amt auf der Staatenebene zu kandidieren. Mit einer entsprechenden Infrastruktur vor Ort und einer vereinten nationalistischen Bewegung im Rücken können wir das Jahr 2018 zum Beginn eines neuen Zeitalters für den Nationalismus in Amerika machen.

DS: Welche außenpolitische Linie verfolgt die TWP, insbesondere was das Verhältnis zu Rußland anbelangt?

Wir vertreten eine Außenpolitik der Stärke und des Friedens. Wir müssen in der Lage sein, uns selbst und unser Volk zu verteidigen, die derzeitige Okkupation der Welt dient jedoch weder den Interessen Amerikas noch denen anderer Nationen oder dem Weltfrieden. Daher unterstützen wir die Forderung nach Abzug aller amerikanischen Truppen, Schließung der US-Militärbasen im Ausland und vor allem dem Abbau der provokativen Raketenabwehrsysteme in Osteuropa, um den Fokus wieder auf die Verteidigung unserer Grenzen und unseres Heimatlandes legen. Rußland nimmt eine Schlüsselstellung im Kampf gegen den »Islamischen Staat« und allgemein gegen den Globalismus ein. Während die US-Regierung darauf aus ist, die Welt zu dominieren und unsere Leute in endlose Kriege zugunsten von Bankern und Oligarchen zu führen, steht Rußland für eine neue Ära des Friedens, eine Kooperation der Nationen und eine Eindämmung der globalistischen Expansion. Die Traditionalist Worker Party spricht sich sehr deutlich für Rußland und seine Koalition anti-globalistischer Nationen wie Iran, Syrien und andere aus. Die Außenpolitik der US-Regierung hat sich als Alptraum für unser Volk und die ganze Welt erwiesen. Jedes Land, das wie Rußland für Selbstbestimmung, Nationalismus und Frieden steht, sehen wir als Verbündete in unserem Kampf an.

DS: Linke Gruppierungen werfen Ihnen und der TWP »Rassismus« vor. Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Menschen anderer Hautfarbe bezeichnen?

Die TWP unterstützt alle nationalistischen Bestrebungen, insbesondere in Amerika, wo es demographisch innerhalb der nächsten Generation eine nichtweiße Mehrheit geben wird. In Regionen wie dem amerikanischen Südwesten stellen Hispanics schon jetzt die Mehrheit der Bevölkerung. Wir sind der Meinung, daß dieses »Amerikanische Imperium« weder demographisch noch wirtschaftlich oder politisch zu retten ist. Amerika in seiner jetzigen Form ist keine Nation, sondern ein Imperium. Wir unterstützen daher – hier bei uns in Amerika – die Idee einer »Balkanisierung« dieses Imperiums, einer Aufteilung in Ethno-Staaten. Deswegen haben wir auch gute Beziehungen zu nationalistischen Schwarzen-Bewegungen wie der »Nation of Islam«, zu Indianerstämmen, die ihre Souveränität einfordern, zu puertoricanischen Nationalisten und zu sezessionistischen Hispanics. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir Amerika ziemlich gut aufteilen, um Animositäten zwischen den Rassen und Feindschaften zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen endlich beizulegen und Selbstbestimmung für alle durchzusetzen. Ich möchte an dieser Stelle betonen, daß wir hier von einer Sondersituation in Amerika sprechen, die sich nicht auf die Verhältnisse in Europa übertragen läßt. Während wir mit nicht-weißen nationalistischen Gruppen zusammenarbeiten, die ähnliche Ziele haben wie wir, lehnen wir jegliche Kooperation mit von George Soros gegründeten Organisationen wie »Black Lives Matter« absolut ab. Das sind keine nationalistischen Fürsprecher für ihr eigenes Volk, sondern nur antiweiße Haßgruppen. Wir wollen Selbstbestimmung und Souveränität für alle Völker, selbstverständlich inklusive der weißen Amerikaner. Das ganze Gerede von Linksaußen, wir seien »Rassisten«, ist lächerlich – wir sind schlichtweg Nationalisten.

DS: Im November wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Der Republikaner Donald Trump erhält viel Unterstützung seitens der politischen Rechten, etwa aus dem Spektrum der »Alternative Right«. Hillary Clinton hat das sogar in einer ihrer Wahlkampfreden erwähnt. Wie ist das zu erklären?

heimbach-yt-kanalDonald Trump verkörpert einen Paradigmenwechsel in der amerikanischen Politik. Das Establishment der Republikanischen Partei konnte sich lange Zeit auf die Stimmen der weißen Amerikaner verlassen und hat diese Anhängerschaft dann regelmäßig verraten. Während die Demokraten zu einer Partei von Massenzuwanderung und anti-weißer Politik geworden sind, stehen die Republikaner für Krieg, die Bevorzugung der Wall Street gegenüber unseren hart arbeitenden Familien und nur noch begrenzt für die Unterstützung traditioneller Werte. Trump hat dem republikanischen Establishment an jeden Fronten eine klare Absage erteilt und konnte damit mehr Stimmen auf sich vereinigen als je ein Kandidat der Republikaner vor ihm. Das beweist, daß die weiße amerikanische Bevölkerung sichere Grenzen, die Abschiebung illegaler Einwanderer und eine Begrenzung der Zuwanderung befürwortet, daß sie Nationalismus statt Globalismus will, daß sie in Frieden mit Rußland und der Welt leben will und daß sie eine Politik unterstützt, die den Wiederaufbau unserer Infrastruktur und unserer Nation zum Ziel hat. Jahrzehntelang wollten uns die Medien weismachen, daß nationalistische Ideen nicht populär sind, sondern nur am »Rand« zu finden sind. Durch Donald Trump ist deutlich geworden, daß der durchschnittliche weiße Amerikaner nationalistischer eingestellt ist, als man es sich im politischen Mainstream vorstellen konnte. Unsere Partei liegt nicht auf einer Linie mit Trump, weil er kein weißer Nationalist ist, wir unterstützen ihn aber – wie viele andere nationalistische Gruppierungen –, weil er mehrere zehn Millionen weiße Amerikaner wachgerüttelt und dazu gebracht hat, sich über Themen wie Einwanderung, Globalismus, Freihandel und eine neue Außenpolitik Gedanken zu machen.

DS: Auch Sie unterstützen Trump und sind bei einer Wahlveranstaltung in Louisville mit Gegendemonstranten aneinandergeraten, worüber sogar die Washington Post berichtete. Welche Hoffnungen setzen Sie persönlich in eine Präsidentschaft Trumps?

Ich hoffe, daß er sich darum bemüht, die schätzungsweise 35 Millionen illegalen Einwanderer abzuschieben, daß er unsere Waffenrechte schützt und ausweitet, Handelsabkommen nachverhandelt, damit Industriearbeitsplätze im eigenen Land geschaffen werden können, und eine Außenpolitik etabliert, die mit internationalen Partnern gemeinsame Ziele wie Stabilität und Frieden verfolgt. Nimmt man Hillary Clinton beim Wort, so würde ihre Präsidentschaft mehr Zuwanderung, mehr Freihandel, eine Beschneidung unserer Waffenrechte und eine Außenpolitik, die die Kriegstreiberei von George W. Bush und Barack Obama fortsetzt, bedeuten. Ein Präsident Trump wird nicht alle unsere Probleme lösen, ich hoffe aber, daß er unseren Ideen vom Nationalismus eine größere Bedeutung verschafft und für eine Verbesserung des alltäglichen Lebens der weißen Amerikaner sorgt.

DS: Trump hat hohe Zustimmungswerte bei der weißen Unter- und Mittelschicht, bei schwarzen Wählern und ethnischen Minderheiten ist er jedoch wenig erfolgreich. Kann sich unter den gegebenen demographischen Voraussetzungen Trump überhaupt gegen Clinton durchsetzen?

Wahlen in Amerika haben heute weniger mit politischen Inhalten zu tun, als vielmehr mit dem Durchzählen von Stimmen, die man bei den verschiedenen ethnischen Gruppen holen kann. Diesmal dürfte die Republikanische Partei wegen des demographischen Wandels das letzte Mal überhaupt eine Chance haben, aus einer Präsidentenwahl als Sieger hervorzugehen. Die Anhängerschaft der Republikaner besteht zu 90 Prozent aus Weißen, während die Demokraten zunehmend zur Partei der nicht-weißen Bevölkerungsgruppen in Amerika werden. Wenn sich die Bevölkerungsstruktur in Richtung einer nicht-weißen Mehrheit verschiebt, wird es für die Republikaner vermutlich unmöglich werden, genug Stimmen für einen Wahlsieg zusammenzubekommen. Im Jahr 2016 gibt es aber noch genügend weiße Amerikaner, um die Wahl zu gewinnen, vor allem in Staaten, die hart von der globalistischen Handelspolitik getroffen wurden, wie Ohio, West Virginia und Pennsylvania. Das sind historisch betrachtet alles sogenannte »swing states« (Wechselwählerstaaten), in denen es noch eine mehrheitlich weiße Bevölkerung gibt. Wenn Trump dort genügend Stimmen von den Weißen bekommt, kann er gewinnen. Der demographische Wandel unserer Nation ist übrigens der wichtigste Grund dafür, daß wir eine »Balkanisierung« als langfristige Lösung anstreben. Wenn Donald Trump nicht dafür sorgt, daß mehrere zehn Millionen Nicht-Weiße außer Landes geschafft werden, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Weißen in der Minderheit sind und dadurch der Möglichkeit beraubt werden, öffentliche Ämter zu kontrollieren.

DS: Abschließend eine Frage zu Ihrem Namen, der unverkennbar deutsch klingt. Sie haben vermutlich – wie Donald Trump – deutsche Vorfahren. Hatte dies einen Einfluß auf Ihr Leben und Ihr politisches Engagement?

heimbach-zur-personMeine Vorfahren kommen ursprünglich aus Süddeutschland. Obwohl meine Familie schon seit fast zwei Jahrhunderten in Amerika ansässig ist, bin ich mit traditionellen deutschen Märchen und Volkssagen aufgewachsen, die meine Großmutter mir vorgelesen hat. Ich habe traditionelle deutsche Küche an speziellen Feiertagen genossen und wurde stets dazu ermuntert, stolz auf meine Herkunft zu sein. Von Familienerzählungen weiß ich, daß unsere deutschen Vorfahren Bauern waren, bevor sie nach Amerika gingen und hier diese Tradition als Farmer und Handwerker fortführten – hart arbeitende Menschen mit enger Verbindung zur eigenen Scholle! Ich hatte immer schon eine große Zuneigung zu Deutschland und sehe mich als »Volksdeutscher«. Wenngleich ich einen amerikanischen Paß habe, fühlte ich mich, wie übrigens viele weiße Amerikaner, nie im »Amerikanismus « verwurzelt. Egal, wie lange man schon hier ist, das Konzept eines »staatsbürgerlichen Nationalismus« – bei Ihnen sagt man wohl »Verfassungspatriotismus« – hat keine Bindungskraft.

Nur ein paar Beispiele: Die schottisch- und irischstämmige Bevölkerung in den Appalachen hat eine Kultur, die eng verbunden mit den britischen Inseln ist, die deutschstämmige Bevölkerung in Gegenden wie Wisconsin und dem Mittleren Westen ist unverwechselbar, polnischstämmige Amerikaner in Chicago hissen zu Hause eher polnische Flaggen als amerikanische, und so weiter und so fort. Wir weißen Amerikaner sind Kinder Europas – und das kann eben nie getrennt werden von den Ländern und Kulturen unserer Vorfahren. Nachdem bei meinem ersten Besuch in Deutschland im letzten Jahr das Flugzeug gelandet war, verspürte ich gleich ein Gefühl des Patriotismus und eine Verbindung zu den Menschen, ihrer Kultur und ihrem Land. Ich kann zwar nicht deutsch sprechen – ein bedauerlicher Sachverhalt, der auf die »Amerikanisierung« europäischer Einwanderer nach ihrem Übersiedeln in die USA zurückzuführen ist –, aber ich fühlte mich sofort wie zu Hause, als ich in Deutschland war, und ich freue mich schon darauf, bald wiederzukommen. Ihr Kampf in Deutschland ist der gleiche wie unserer in Amerika, und ich bete dafür, daß wir ihn zusammen führen und unsere Beziehungen so festigen können, daß es nie wieder einen Bruderkrieg geben wird. Beim nächsten Mal kämpfen wir als Kameraden Seite an Seite.

DS: Herr Heimbach, wir bedanken uns recht herzlich für das Gespräch.

Das Interview führte DS-Redakteur Thorsten Thomsen, der auch für die Übersetzung aus dem Englischen sorgte.

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