EZB-Draghi betätigt sich als Euro-Retter – auf Kosten der Steuerzahler

Draghi betätigt sich als Wahlkampfhelfer der Parteien, die uns die Eurokrise eingebrockt haben.

euro-373008_640Italien steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten, sein Verbleib in der Eurozone ist alles andere als sicher. Dass Portugal sich noch an den internationalen Finanzmärkten refinanzieren kann, liegt nur am positiven Votum einer Mini-Rating-Agentur, die verhindert, dass portugiesische Anleihen auf Ramschniveau degradiert werden. Und wer glaubt, dass die Krise in Griechenland bereits vorüber ist, sollte sich einen guten Arzt suchen.

Die Finanzkrise, die unseren Kontinent vor rund acht Jahren heimsuchte und seitdem in Atem hält, ist mitnichten überwunden. Der endgültige Kollaps der Eurozone wurde bisher nur aufgeschoben, weil die Europäische Zentralbank (EZB) mit exorbitanten Milliardenbeträgen jongliert und sie nach Gutdünken in die Finanzmärkte pumpt. So werden Banken künstlich mit Steuergeldern am Leben erhalten, die längst marode sind.

seal_of_the_united_states_federal_reserve_system-svgMit der Niedrigzinspolitik der Federal Reserve Bank in den USA und der EZB in Europa werden kleine Sparer um ihre Rücklagen gebracht, weil sie auf ihre Guthaben keinerlei Zinsen erhalten. Der einzige, der sich darüber freuen kann, ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der sich pausenlos wegen der sogenannten schwarzen Null auf die Schulter klopft. Doch die schwarze Null ist Schäuble selbst, weil die Haushaltskonsolidierung nicht aufgrund wirtschaftlicher oder arbeitsmarktpolitischer Glanzleistungen gelungen ist, sondern aufgrund von Schattenhaushalten und einer beispiellosen Niedrigzinspolitik. Die Zeche zahlen die kleinen Sparer und Geringverdiener!

Mario Draghi

Mario Draghi

EZB-Chef Mario Draghi hat nun entschieden, das irrwitzige Monopoly-Spiel mit unseren Steuergeldern fortzusetzen. Die Flutung der Kapitalmärkte mit zweistelligen Milliardenbeträgen (bis März 80 Milliarden Euro, ab April 60 Milliarden Euro) pro Monat soll über den März 2017 hinaus mindestens bis Dezember 2017 verlängert werden. An den Finanzmärkten wurde im Vorfeld der heutigen Entscheidung der EZB die klare Erwartung artikuliert, dass Draghi mit der Verlängerung der milliardenschweren Anleihenaufkäufe weiterhin gigantische Geldsummen in den Markt transferiert und so weiter zur Blasenbildung an den Finanzmärkten beiträgt. Doch jede Blase platzt irgendwann, die Dummen werden am Ende wieder die Steuerzahler und Sparer sein, die irgendwelche von Merkel und Konsorten als „systemrelevant“ bezeichneten Geldhäuser mit Rettungsschirmen auffangen oder irgendwelche Krisenstaaten mit Hilfsbürgschaften vor dem Kollaps bewahren müssen.

Der Finanzexperte der Baader-Bank, Robert Halver, verglich Draghi mit einem Weihnachtsmann, der Geldgeschenke an die Finanzmärkte verteilt. Das wäre alles kein Problem, wenn dieses Geld einen realwirtschaftlichen Nutzen hätte und nicht nur der Bilanzverschönerung in Not geratener Banken und Finanzkonzerne dienen würde. Mit Blick auf die im kommenden Jahr in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden anstehenden Wahlen fügt Halver hinzu: „Er lässt vor einem ereignisreichen Jahr 2017 nichts anbrennen.“

Draghi betätigt sich somit als Wahlkampfhelfer der Parteien, die uns die Eurokrise eingebrockt haben und will damit zumindest verhindern, dass das katastrophale Ende noch vor den anstehenden Wahlen eintritt.

Diese Beruhigungspillen sollte niemand schlucken, der noch ganz bei Trost ist. Die NPD warnt seit vielen Jahren vor den finanziellen, wirtschaftlichen und letztlich auch sozialen Verwerfungen, die daraus resultieren, dass die Gewinne stets zugunsten von Konzernen und Zockerbanken privatisiert, die Risiken und Verluste aber auf Kosten der Allgemeinheit sozialisiert werden.

Pleitebanken müssen sozial verträglich zerschlagen werden, damit die Bürger nicht erneut die Suppe auslöffeln müssen, die uns boni-süchtige Manager und ihre diensteifrigen Lakaien in den Regierungen und Parlamenten eingebrockt haben.

Ronny Zasowk

Print Friendly, PDF & Email

verwandt mit:

Watch Dragon ball super