Islamisierung bedroht künstlerische Freiheit

Gilt das islamische Bilderverbot künftig für jede Kunst?

„Magdeburger Galerie untersagt Akt-Ausstellung“ – so überschrieb heute die „Volksstimme“ den Beitrag über eine geplatzte Kunstausstellung. Darin wird über die Künstler Paul Ghandi und Martin Müller berichtet, die trotz vorheriger Zusage ihre geplante Ausstellung im „Haus der Heilberufe“ nicht zeigen dürfen.

ep-161108801-jpgmaxw620imageversiondefaultncs_modified20161108112425filenameMan ahnt spätestens an der Stelle, in der von „Aktfotografien“ berichtet wird, welcher Grund hinter der Absage steckt. So teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit, dass die Flurgalerie aufgrund ihrer Lage nahezu ausnahmslos von allen täglich durchschritten werden muss. Daraus hat man in vorauseilendem Gehorsam abgeleitet, dass „auf religiöse, ethische, moralische und andere Aspekte der einzelnen Mitarbeiter Rücksicht genommen werden muss.“ Bekanntlich gibt es nur eine „Religion“, auf die derzeit aus solchen Gründen „Rücksicht“ genommen werden muss!

Wenn das Regionalblatt schreibt, dass die Künstler sich „zensiert fühlen“ würden und nicht „nachvollziehen“ könnten,  warum, dann kann von bewusster Heuchelei ausgegangen werden. Oder ist es die Angst davor, offen auszusprechen, was ohnehin jeder denkt? Müssen die beiden Künstler sich darum sorgen, überhaupt nicht mehr ausstellen zu dürfen, wenn sie das Kind allzu offen beim Namen nennen?

Was sind das überhaupt für Zustände, wenn einerseits künstlerische Freiheiten eingeschränkt werden, andererseits Islamisten ein Podium bei öffentlich-rechtlichen Sendern bekommen? Dürfen künftig nur noch vollverschleierte Frauen abgebildet werden? Oder gilt das islamische Bilderverbot künftig für jede Kunst?

Erst im Januar gab es in Italien einen Sturm der Entrüstung, weil im Vorfeld eines Besuches des iranischen Präsidenten Hassan Rohani aus „Rücksicht vor dem Glauben und der Einstellung des Staatschefs aus dem Nahen Osten“ zahlreiche nackte Statuen in den Museen des Kapitols in Rom verhüllt wurden – ohne dass der iranische Politiker dies gefordert hätte.

Übrigens: Das arabische Wort „Islam“ bedeutet soviel wie „Hingabe“ oder „Unterwerfung“ unter den Willen Allahs. In Magdeburg scheint das bereits ganz gut zu funktionieren.

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