Islamisierung: Die Terrorgefahr wächst stetig

Ganz Deutschland auf dem Weg in libanesische Verhältnisse?

Nachdem vor zwei Wochen ein 16-Jähriger an der Hamburger Alster von einem Unbekannten mit mehreren Stichen getötet und seine 15-jährige Begleiterin ins Wasser gestoßen wurde, war man allseits rasch zur Tagesordnung übergegangen. Es war ja wieder einmal nur so ein „Einzelfall“, bei dem ein  Täter mit der sattsam bekannten „südländischen Erscheinung“ zugeschlagen hatte!

ISISJetzt sieht die Sache plötzlich anders aus. Die Terrormiliz IS behauptet nach Angaben ihres Sprachrohrs Amak, dass der Messerangriff auf ihr Konto ginge. Zwar gibt es Zweifel an den Angaben, dennoch wurde der Staatsschutz in die Ermittlungen einbezogen.

Unabhängig davon, ob die Behauptungen dieser orientalischen Verbrecher zutreffend sind – die Islamisten haben auch Deutschland längst im Visier! Im Juni wurde eine IS-Terrorzelle aufgedeckt, die einen Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt geplant haben soll. In Ansbach sprengte sich im Juli ein aus Syrien stammender Araber vor einem Café in der Nähe eines Musikfestivals in die Luft und verletzte fünfzehn Menschen. Wenige Tage zuvor attackierte ein 17-Jähriger aus Afghanistan mit Axt und Messer Fahrgäste in einer Regionalbahn bei Würzburg.

Islamisten_IS1_cen.jpgHinzu gerechnet werden muss auch die Pannenserie um den Syrer Jaber al-Bakr, der Sprengstoff bereit hielt, um einen Berliner Flughafen anzugreifen. Selbst in der bisher fast nur aus Kreuzworträtseln bekannten Kleinstadt Aken an der Elbe hatte sich ein Kämpfer der Taliban mit staatlicher Unterstützung eingenistet.  Erst letzten Dienstag wurden insgesamt vierzehn Objekte in sieben thüringischen Städten, in Leipzig, Dortmund, Hamburg und im Großraum München durchsucht. Ziel waren junge Tschetschenen, die sich radikalisiert und der salafistischen Szene angeschlossen hatten.

Die vielgescholtenen Sicherheitskräfte schlafen also nicht. Sie kommen nur immer öfter an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Würden sie ihre Einsatzbereitschaft und Disziplin an den Maßstäben ausrichten, die ihnen die Politik-Darsteller in Brüssel und Berlin vorleben, hätten wir in ganz Deutschland längst libanesische Verhältnisse – auch außerhalb der bekannten Brennpunkte in den Großstädten.

Rainer Wendt

Rainer Wendt

Rainer Wendt, Chef der Polizeigewerkschaft, stellte sein aktuelles Buch unter die Überschrift „Deutschland in Gefahr“. Gegenüber der „Wirtschaftswoche“ warnte er: „Das Gewaltmonopol des Staates schmilzt wie Eis in der Sonne.“

Die Ursachen hierfür sind im Versagen der Justiz zu sehen, für das wiederum die Politik verantwortlich zeichnet. Der Hamburger Mordfall wäre wahrscheinlich auch bald zu den Akten gelegt worden, hätte der IS nicht die Verantwortung hierfür übernommen. Wenn wir es nicht bald schaffen, den Rechtsstaat wieder herzustellen, könnte die Scharia in absehbarer Zeit das letzte Wort haben.

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