Der Paukenschlag von Jahnsdorf

Wer Veränderung will, muss sie auch wählen!

Der NPD-Gemeinderat Mario Löffler erreichte gestern bei der Bürgermeisterwahl im erzgebirgischen Jahnsdorf 25 Prozent der Stimmen und belegte damit den zweiten Platz unter vier Bewerbern. Die ebenfalls politisch rechts der Mitte anzusiedelnden Kandidaten Carsten Kinas (AfD) kamen auf 6,8 Prozent, Einzelbewerber Jan Schiwek auf 4,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei erstaunlichen 71,6 Prozent. 2013, als nur ein Kandidat antrat, kamen ganze 38 Prozent der wahlberechtigten Bürger an die Urne.

Löffler nach der Wahl: „Dieses Ergebnis hätte ich mir noch vor einigen Wochen nicht vorstellen können und wird meine künftige Position im Gemeinderat definitiv stärken.“ Und weiter: „Diese 25 Prozent entsprechen 822 Wählerinnen und Wählern. Ich werde mich in Eurem Sinne auch weiterhin für die Interessen unseres Heimatortes einsetzen.“

Für den Einzug in die Stichwahl reichte das Ergebnis allerdings nicht, denn der bisherige Verwaltungsleiter Albrecht Spindler, „gemeinsamer parteiloser Kandidat von CDU, Freien Wählern, Linken und SPD“ erhielt 63,4 Prozent. Die „Freie Presse“, einstiges Bezirksorgan der SED, jubelte hierzu: „Einheitskandidat schlägt rechte Mitbewerber“. Diese Tonart spricht für sich. Einen Gefallen dürfte sich das stetig schrumpfende Blatt damit nicht getan haben. Immerhin haben mehr als ein Drittel der Wähler der bisherigen Politik zumindest auf kommunaler Ebene eine Absage erteilt.

loeffler5Bereits im Wahlkampf hatte der ehemalige Landtagsabgeordnete Löffler festgestellt: „Unser Land hat sich in den letzten zwei, drei Jahren stark verändert. Viele Entscheidungen wurden aus meiner Sicht am bekannten Willen des Volkes vorbei oder genauer gesagt, gegen seinen Willen getroffen. (…) Viele der Entscheidungen aus Berlin, deren Folgen wir erst noch zu tragen haben werden, waren nur möglich, weil kommunale Entscheidungsträger, besser gesagt, kommunale Erfüllungsgehilfen, jeden Unsinn umsetzten.“

Mit Verweis auf die Bundespolitik stelle Löffler fest: „Gegen jede Vernunft, wider besseres Wissen und wider jede Erfahrung aus der Praxis wurden unter Außerkraftsetzung geltenden Rechts und geltender Verträge unkontrolliert Menschen in unser Land gelassen, die sich in ihrer Mehrheit weder integrieren wollen noch integrieren werden. Von einer damit bewußt in Kauf genommenen Einwanderung in unsere Sozialsysteme einmal abgesehen, wird unser Volk wissentlich zunehmenden Sicherheitsrisiken ausgesetzt.“

Seine Forderung nach einer Politik, die sich am Wählerwillen orientiert, ist mit diesem Wahlergebnis bestärkt worden. Nicht nur der neue Bürgermeister wird sie berücksichtigen müssen, sondern auch in Dresden wird man sich Gedanken darüber machen, wie es im Freistaat weitergeht.

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