Unter den Augen der Presse: Brandanschlag in Magdeburg

Zahlreiche unaufgeklärte Fälle.
Hauptbahnhof
zerstörte Polizeifahrzeuge

zerstörte Polizeifahrzeuge

In der Nacht zum Donnerstag wurden in der Nähe des Magdeburger Hauptbahnhofs mehrere Fahrzeuge der Bundespolizei und der Bahn (Kennzeichen: F) angezündet. Beschädigt wurden auch einige private Kfz. Der Gesamtschaden wird auf 750 000 Euro geschätzt.

Obwohl es noch kein Bekennerschreiben gibt, lassen Vergleiche zu ähnlichen Taten vermuten (z.B. in der „Welt“), dass die Brandstifter aus der linksextremistischen Szene kommen. So waren im Jahr 2012 zwölf Fahrzeuge auf dem Gelände eines Autohauses in Magdeburg angezündet worden, die zur Auslieferung an die Polizei bereit standen. Der Schaden damals: 500 000 Euro.

Feuerwehr im Einsatz

Feuerwehr im Einsatz

Die Kette dieser Verbrechen ist lang. Im März dieses Jahres wurden in Leipzig 14 Fahrschul-LKW ein Opfer der Flammen. Auch hier lag der Schaden im sechsstelligen Bereich. Zuvor gab es bereits Brandanschläge auf Autos des Ordnungsamtes in Leutzsch sowie des Hauptzollamtes in Eutritzsch, ebenfalls Stadtteile von Leipzig. In allen Fällen hatten sich Linksautonome auf der Internetplattform „indymedia.org“ zu den Bränden bekannt. Nach dem Brandanschlag auf eine Bundeswehr-Kaserne in Havelberg (Sachsen-Anhalt), bei der 16 Fahrzeuge beschädigt worden waren, wurden 20 000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgesetzt. Trotzdem wurden alle diese Fälle bis heute nicht aufgeklärt.

Das gleiche gilt für den Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge auf dem Gelände einer Offiziersschule am Rande der Dresdner Heide im März 2009. 30 Lastkraftwagen und Busse wurden zerstört, der Sachschaden ging in die Millionen. Trotz des Einsatzes einer Sonderkommission verliefen die Ermittlungen im Sande. Auch das Bekennerschreiben einer „Initiative für ein neues blaues Wunder“, die allen Ernstes forderte, dass „keine weiteren Militärrituale vor der Semperoper“ stattfinden dürfen, brachte die Polizei nicht zum Ziel.

Gelände zwischen Bahn und "Volksstimme"

Gelände zwischen Bahn und „Volksstimme“

Seitens der etablierten Politiker wird wenig gegen diese Form der politischen Kriminalität unternommen, wenn man von markigen Worten,  meist aus Richtung der Union, unmittelbar nach den Taten einmal absieht. Ein Blick auf das Gelände, auf dem die Fahrzeuge der Bundespolizei in Magdeburg geparkt werden müssen, spricht für sich. Schadhaftes Pflaster, vergammelte Gebäude und wild wachsende Büsche lassen vergessen, dass man sich mitten im Stadtzentrum Magdeburgs befindet – ideal für Gestalten, die das Tageslicht scheuen. Nur wenige Meter entfernt befinden sich das Hochhaus der „Volksstimme“ und ein kostenpflichtiger Parkplatz, die optisch einen ganz anderen Eindruck hinterlassen. So wird erkennbar, was in diesem Staat wichtig ist und was nicht. Und genau daran sollte sich etwas ändern!

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