Die Brexit-Krise der EU ist der Neuanfang für Europa!

von Ronny Zasowk Trotz der Unkenrufe der letzten Tage und Wochen, dass ein möglicher Brexit zu schweren Turbulenzen an den Finanzmärkten und im internationalen Handel führen werde und trotz...

von Ronny Zasowk

Trotz der Unkenrufe der letzten Tage und Wochen, dass ein möglicher Brexit zu schweren Turbulenzen an den Finanzmärkten und im internationalen Handel führen werde und trotz des am Tags der Abstimmung notdürftig herausgekramten Arguments, dass es nach einem Brexit schwieriger werden würde, Fußballspieler aus dem EU-Ausland in die englische Premier League zu holen, haben die Briten die weise Entscheidung getroffen, aus dem EU-Monster auszutreten. Der 23. Juni wird ohne Zweifel als Unabhängigkeitstag in die britische Geschichte eingehen. Die Briten haben keine Lust mehr, sich von Brüsseler Kommissaren vorschreiben zu lassen, welche Zuwanderer sie in England dulden müssen und wie viel Sozialleistungen sie ausländischen Sozialtouristen gewähren müssen.

Die Abstimmung der Briten stürzt die EU in eine schwere Krise, die jedoch nicht erst gestern begann, sondern spätestens am 29. Mai und am 1. Juni 2005, als die Franzosen und Holländer per Referendum die geplante EU-Verfassung ablehnten. Damals wurde deutlich, dass die Völker, die tatsächlich gefragt wurden, keinen EU-Superstaat wollen. Hätte man die anderen Völker ebenso gefragt, hätte sich gezeigt, dass sie keine EU-Bürger werden, sondern ihre nationalen Identitäten behalten wollen.

Kluge Politiker hätten damals reagiert und die Politik der Abschaffung der Nationalstaaten und deren „Integration“ in einen EU-Superstaat beendet. Dumme Politiker allerdings haben seither die Geschwindigkeit erhöht und an die Stelle einer EU-Verfassung den EU-Grundlagenvertrag (Lissabonner Vertrag) gesetzt, der die Abschaffung der Souveränität der europäischen Nationalstaaten weiter vorangetrieben hat. Für diese Politik haben die Briten den Eurokraten jetzt die Quittung verpasst.

Beim Brexit darf es nun nicht bleiben. Entweder die EU wird zu einem lockeren Staatenbund umgebaut, bei dem die europäischen Völker in gegenseitigem Einvernehmen und im gemeinsamen Interesse politische Maßnahmen ergreifen können. Oder aber weitere europäische Völker werden es den Briten gleichtun und aus den Vereinigten Staaten von Europa aussteigen.

Die schwere Krise, in der sich die EU nun befindet, kann und muss als Neuanfang interpretiert werden. Niemand hat etwas gegen europäische Zusammenarbeit und Solidarität, aber immer mehr Europäer und auch Deutsche haben etwas gegen Fremdbestimmung aus Brüssel und die Ausplünderung der Steuerzahler, um den internationalen Bankensektor künstlich am Leben zu erhalten.

Daher wären die Regierungen Europas gut beraten, ihre Völker über den Verbleib in der EU abstimmen zu lassen. Sollten sich auch die Deutschen für einen Dexit entscheiden, hat es sich mit der EU ohnehin erledigt, weil dann niemand mehr da ist, der sich als Melkkuh Europas missbrauchen lässt.

 

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