17. Juni – Symbol für den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung

Wie so viele Gedenktage und Meilensteine der deutschen Geschichte ist der 17. Juni weitgehend in Vergessenheit geraten. Die etablierten Parteien haben längst aufgehört, den Geist der mutigen Männer und...

Wie so viele Gedenktage und Meilensteine der deutschen Geschichte ist der 17. Juni weitgehend in Vergessenheit geraten. Die etablierten Parteien haben längst aufgehört, den Geist der mutigen Männer und Frauen am Leben zu erhalten, die heute vor 63 Jahren unter Einsatz ihres Lebens gegen eine Diktatur auf deutschem Boden auf die Straße gingen. Und in den Schulen haben die Lehrer den Lehrplänen zufolge alle Hände voll zu tun, der deutschen Jugend einzutrichtern, dass die deutsche Geschichte nur aus zwölf Jahren besteht.

Bundesarchiv, B 285 Bild-14676 / Unbekannt / CC-BY-SA 3.0

Bundesarchiv, B 285 Bild-14676 / Unbekannt / CC-BY-SA 3.0

Am 17. Juni 1953 gingen rund eine Million Menschen in etwa 700 Orten auf die Straße, anfangs vor allem, um ein Zeichen gegen die deutlich erhöhten Arbeitsnormen zu setzen. Doch schnell gesellten sich Forderungen nach Freiheit und Demokratie sowie nach Beendigung der sowjetischen Besatzung hinzu. Die Proteste wurden mittels sowjetischer Panzer brutal niedergeschlagen. Laut offiziellen Quellen kamen 55 Menschen zu Tode, rund 20 weitere Todesfälle sind bis heute ungeklärt.

Die SED-Spitze war von der Intensität des Volksaufstands überrascht worden, weshalb ihr die Sowjets zur Seite stehen mussten. Die Sowjets ordneten kurzfristig Hinrichtungen an, es erfolgten binnen weniger Tage rund 15.000 Festnahmen und hunderte Verurteilungen. Die DDR-Führung sah sich gezwungen, den Stasi-Apparat massiv auszubauen, um nicht innerhalb weniger Monate vom wütenden Volk hinweggefegt zu werden.

Der 17. Juni 1953 war die geistige Basis für das, was letztlich am 9. November 1989 in Erfüllung ging: die friedliche Revolution, die die Teilung der Alt-BRD und der DDR aufhob. Dazu sagte nun auch der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn: „Die Menschen in der DDR haben es mit der Friedlichen Revolution von 1989 geschafft, die Träume des 17. Juni in Erfüllung gehen zu lassen.“

Jahn macht auch deutlich, dass der 17. Juni ein sinnvollerer Feiertag als der 3. Oktober wäre: „Am 3. Oktober 1990 ist der Einigungsvertrag in Kraft getreten, das war ein Verwaltungsakt. Der 17. Juni wäre der bessere Nationalfeiertag, weil er für das Volk steht. Er hat eine größere emotionale Tiefe.“

Für uns Nationaldemokraten war der 17. Juni nicht nur ein Aufstand gegen unrealistische und menschenverachtende Arbeitsnormen, sondern ein nationales Symbol für den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Auch heute ist es unsere Aufgabe, Freiheit und Selbstbestimmung zu erringen. Heute werden wir nicht durch sowjetische Panzer bedroht, sondern durch die EU fremdbestimmt, durch die NSA ausspioniert und durch das Säbelrasseln der NATO in Kriege und militärische Abenteuer verwickelt, die nicht im deutschen Interesse sind.

Geschichte wiederholt sich doch.

Ronny Zasowk

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