Glyphosat verbieten – die Gesundheit der Bürger schützen!

von Ronny Zasowk Die Bundesregierung will sich auf EU-Ebene bei der in dieser Woche anstehenden Abstimmung über die Neuzulassung des chemischen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat enthalten, weil sie sich auf keine...

von Ronny Zasowk

Die Bundesregierung will sich auf EU-Ebene bei der in dieser Woche anstehenden Abstimmung über die Neuzulassung des chemischen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat enthalten, weil sie sich auf keine gemeinsame Linie in dieser Frage einigen kann. Folglich ist nicht gewiss, ob sich der zuständige Weinheim_ZasowkFachausschuss der EU überhaupt zu einer Entscheidung durchringen können wird. Dann würde die EU-Kommission entscheiden, die bereits angekündigt hat, dass sie die Neuzulassung von Glyphosat für weitere neun Jahre favorisiert.

Zahlreiche Studien haben bereits Belege dafür geliefert, dass Glyphosat krebserregend ist. Auch die mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammenarbeitende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Eine epidemiologische Studie aus dem Jahr 2003 weist auf einen Zusammenhang zwischen der Glyphosat-Aufnahme und Lymphknotenkrebs hin.

Das von Monsanto und anderen global agierenden Chemiekonzernen vermarktete Produkt ist mittlerweile das weltweit am häufigsten verwendete Herbizid überhaupt. Auf 40 Prozent der deutschen Ackerflächen kommt es zum Einsatz. Trotz gegenteiliger Behauptungen, es würden sich keinerlei Rückstände in Lebensmitteln wiederfinden, werden immer wieder bedenklich hohe Werte in verschiedensten Lebensmitteln festgestellt. Besonderes Aufsehen hatte vor einigen Monaten eine Studie erregt, die in fast allen untersuchten Biersorten sehr hohe Glyphosat-Werte entdeckt hatte.

Die Pestizidexpertin der Naturschutzorganisation BUND, Heike Moldenhauer, wies nun darauf hin, dass der Mensch der Glyphosat-Belastung ständig ausgesetzt sei und es bisher keinerlei Studien darüber gebe, was diese Dauerbelastung im Menschen anrichte. Sowohl die Agrar- und Chemieindustrie als auch die zuständigen Behörden hatten bisher keinerlei Interesse daran, Licht ins Dunkel zu bringen.

Ursprünglich wurde das Unkrautvernichtungsmittel nur vor der Aussaat verwendet, doch seitdem es gentechnisch veränderte Pflanzen gibt, die gegen Glyphosat resistent sind, kann es auch nach der Saat eingesetzt werden. Vor allem der Gentech-Konzern Monsanto hat daher ein großes Interesse daran, dass Glyphosat in Europa auch über die im Juni auslaufende Frist hinaus weiterhin zugelassen wird. Anderenfalls würde für den US-Konzern ein Milliardengeschäft wegbrechen.

Die NPD spricht sich für die konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips aus. Demnach lässt sich ein Stoff verbieten, solange nicht zweifelsfrei geklärt ist, ob er für die Gesundheit unbedenklich ist. Deutschland darf sich bei der Entscheidung auf EU-Ebene nicht enthalten, sondern muss ein klares Signal für den Schutz der Volksgesundheit setzen.

Wenn die EU-Kommission für die erneute Zulassung von Glyphosat votiert, muss Deutschland ein nationales Verbot aussprechen und die diesbezüglichen Kennzeichnungspflichten für importierte Lebensmittel rigider gestalten.

Vorrang vor allen kurzfristigen wirtschaftlichen Erwägungen muss der Schutz der Gesundheit der Menschen und der natürlichen Lebensgrundlagen haben.

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