Präsidentschafts-Wahlen in Österreich: Triumphaler Erfolg des FPÖ-Kandidaten Hofer

Der Wahlkampf wurde von den Themen islamische Zuwanderung und Grenzsicherung beherrscht. Gewonnen hat der Kandidat der Freiheitlichen, die von Anfang an für diese Ziele eingetreten waren. Der Kurswechsel des...
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Der Wahlkampf wurde von den Themen islamische Zuwanderung und Grenzsicherung beherrscht. Gewonnen hat der Kandidat der Freiheitlichen, die von Anfang an für diese Ziele eingetreten waren. Der Kurswechsel des SPÖ-Kanzlers Faymann in dieser Frage wurde von den Wählern wohl nur als taktisches Manöver gesehen. Seine Partei ging bei den Wahlen zum Bundespräsidenten mit rund 11 Prozent genau so unter wie die ÖVP, deren Kandidat genauso schlecht abschnitt. Die früheren „Volksparteien“ sind somit erstmals seit 1945 nicht in der Stichwahl vertreten.

Dieses Ziel verpasste auch die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss, die von dem Wirtschaftsprofessor Alexander van der Bellen (Grüne) knapp überholt wurde. Mit etwa 21 Prozent der Stimmen gegen die 35 Prozent Norbert Hofers (ohne Briefwähler) sind seine Aussichten für die Stichwahl nicht allzu rosig. Nun ist damit zu rechnen, dass „alle demokratischen Kräfte“ sich gegen den FPÖ-Mann stellen werden. Übrigens: Die Prognosen für die erste Runde sahen eine Kopf-an-Kopf-Rennen Hofers und van der Bellens und lagen damit völlig falsch.

Für die auch in Österreich stark polarisierenden Grünen dürfte es aber schwierig werden, ihren Mann (Warum eigentlich keine Frau oder eine Vertreter*in der zahlreichen anderen „Geschlechter“, die es nach Ansicht der Grünen gibt?) als neutrales Staatsoberhaupt zu präsentieren. Erschwerend kommt hinzu, dass van der Bellen offen die Ansicht vertritt, dass Österreich weiterhin viele Asylbewerber integrieren könne.

Wer letztlich Bundespräsident in Österreich wird, wird sich nach der Stimmenauszählung der Stichwahl zeigen. Fakt ist: Das Signal aus Wien ist ein zugleich ein Warnschuss vor den Bug aller etablierten Parteien, die sich in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern zurzeit noch an der Macht halten. Es wäre in der Geschichte allerdings nicht das erste Mal, dass Politiker selbst den „letzten Schuss“ nicht gehört haben.

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