Heiko Maas: Thema verfehlt! Sechs! Setzen!

Heiko Maas: Thema verfehlt! Sechs! Setzen! Wenn es um Werbung geht, kann man durchaus geteilter Meinung sein. Auch kann man der Auffassung sein, dass die heutigen Medien und Werbefirmen...

Heiko Maas: Thema verfehlt! Sechs! Setzen!

Wenn es um Werbung geht, kann man durchaus geteilter Meinung sein. Auch kann man der Auffassung sein, dass die heutigen Medien und Werbefirmen nach dem Motto „Sex sells“ zu stark auf Sexualisierung setzen und dass der gute Geschmack immer öfter verletzt wird. Bundesjustizminister Heiko Maas will nun aufgrund eines SPD-Vorstandsbeschlusses einen Gesetzentwurf erarbeiten lassen, dem zufolge „geschlechterdiskriminierende Werbung“ verboten werden soll.

Was sich gut anhört, ist an Zynismus kaum zu überbieten. So soll Werbung verboten werden, wenn sie freizügig gekleidete Personen darstellt, erotisierte Models präsentiert oder zu viel nackte Haut zeigt – laut den Aussagen von Maas und des SPD-Vorstandes als Reaktion auf die Kölner Ausländer-Krawalle. Da in der Silvesternacht in Köln unzählige Araber und Nordafrikaner deutsche Frauen begrabscht, bedroht und beraubt haben, soll Maas zufolge nun ein Verbot sexualisierter Werbung her.

Spitzbuben_PxIm Umkehrschluss heißt die Vermengung dieser zwei völlig unterschiedlichen Themen, dass Maas und die SPD davon ausgehen, dass Frauen zumindest indirekt selbst schuld seien, wenn sie von arabischen und nordafrikanischen Männern belästigt werden, weil sie sich freizügig kleiden.

Auf diesen bemerkenswerten Denkfehler des Justizministers weist auch der Europa-Korrespondent der „Welt“, Dirk Schümer, mit ironischem Unterton hin: „Dank Justizminister Heiko Maas wissen wir nun endlich, warum in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof rund tausend Frauen Opfer sexueller Gewalt wurden: Es lag an der sexistischen Reklame. Zu viele erotisierte Models und zu viel nackte Haut an unseren Plakatwänden.“ Schümer fragt: „Sollen also Models nun Burka tragen – oder nur Kopftuch wie Frau Erdogan?“

Mit spitzer Feder polemisiert er gegen den Gesetzesvorschlag von Maas: „Als die armen Neubürger aus dem Maghreb und dem Orient Knall auf Fall mit dieser Orgie der Unmoral konfrontiert wurden, konnten sie gar nicht anders. Schuld an sexueller Gewalt durch Männer aus dem islamischen Kulturkreis sind also nicht die Täter und auch nicht ihre sexistische Vorbildung von daheim – Schuld ist die Versautheit der deutschen Werbewirtschaft.“

Schümer bezeichnet den Vorstoß des SPD-Ministers als „weitere Geste der kulturellen Unterwerfung“. Noch deutlicher wird diese absurde Geisteshaltung, wenn man sich vergegenwärtigt, was der in Köln wirkende Imam Sami Abu-Yusuf nach den Kölner Ausländer-Krawallen sagte: „Die Frauen tragen selbst Verantwortung für die Übergriffe, wenn sie halbnackt herumlaufen und sich parfümieren.“

Schon wenige Tage nach Bekanntwerden der Gewalttaten von Köln wies Maas darauf hin, dass es „abenteuerlich“ sei, die Ursache der massiven Straftaten in der Herkunft der Täter zu sehen. Dass es das Frauenbild vieler Muslime sein könnte, das die Taten von Köln verursacht hat, blendet Maas konsequent aus.

Mit Blick auf Maas bleibt nur zu sagen: Thema verfehlt! Sechs! Setzen! Statt über neue Verbote nachzudenken, Ausländerkriminalität zu verharmlosen und die Ursachen von ausländischen Gewalttaten zu verdrehen, sollte den Tätern von Köln endlich der Prozess gemacht werden. Die Täter von Köln haben ihr Gastrecht verwirkt und müssen in ihre Heimat abgeschoben werden!

Ronny Zasowk

 

 

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