Einbruchskriminalität erneut drastisch gestiegen

Im April 2015 veröffentlichte die „Deutsche Stimme“ einen Artikel unter der Schlagzeile „Wohnungseinbrüche – Schicksal oder Aufforderung zum Handeln?“ (http://deutsche-stimme.de/2015/04/10/wohnungseinbrueche-schicksal-oder-aufforderung-zum-handeln/). Gebessert hat sich seither nichts. War 2014 mit 152.123...

Im April 2015 veröffentlichte die „Deutsche Stimme“ einen Artikel unter der Schlagzeile „Wohnungseinbrüche – Schicksal oder Aufforderung zum Handeln?“ (http://deutsche-stimme.de/2015/04/10/wohnungseinbrueche-schicksal-oder-aufforderung-zum-handeln/).

Gebessert hat sich seither nichts. War 2014 mit 152.123 Einbrüchen bundesweit bereits der höchste Stand der letzten 15 Jahre zu vermelden, so sind diese Straftaten im vergangenen Jahr noch einmal deutlich angestiegen. Die Meldungen in der Presse unterscheiden sich kaum von denen des letzten Jahres. In der „Welt“ findet sich der bemerkenswerte Satz „Nur nach der Vereinigung lag die Zahl einheitsbedingt höher. 1993 gab es rund 227.000 Wohnungseinbrüche.“

Dabei hoffen die Autoren auf die Vergesslichkeit ihrer Leser. 1993 lag tatsächlich die deutsche Wiedervereinigung drei Jahre zurück. Sie dürfte aber nur in sofern eine Rolle gespielt haben, dass mit dem „Eisernen Vorhang“ auch die Grenzen für Kriminelle aus Osteuropa gefallen waren. Daran hat sich bis heute nichts geändert, denn selbst Innenminister de Maizière musste schon vor einem Jahr einräumen, dass es sich bei einem Teil der Täter um Einbrecherbanden handelt, die eben meist aus Osteuropa stammen und nach den Taten über die offenen Grenzen verschwinden. Dabei dürfte es geblieben sein.

Stahlknecht_SBK2Bleiben wird es auch bei den Worthülsen und klugen Ratschlägen, wie sich die Bürger selbst helfen können. Mit einem Ablenkungsmanöver versuchte es Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht. Er palaverte zunächst auf allen Kanälen lautstark und empört von „rechter Kriminalität“, bevor er zu den 8 Prozent Zuwachs bei seiner Einbruchsstatistik kam. Als Trostpflaster verspricht er nun den Bürgern verstärkte Polizeistreifen, was angesichts der kaputt gesparten Einsatzkräfte kaum umsetzbar sein dürfte.

Für uns bleibt es dabei: Einen Staat, der sich nur noch als „Standort“ wirtschaftlicher Aktivitäten versteht, brauchen die Bürger nicht. Sie erwarten für ihre Arbeitsleistung und Steuerzahlungen eine entsprechende Gegenleistung. Das gilt für Deutschland genauso wie für seine europäischen Nachbarn. Die Geschichte kennt genügend Beispiele, in denen das Versagen der Führungseliten den Untergang ganzer Reiche nach sich zog. Daran sollten auch heutige Politiker denken. Die erdrutschartigen Wählerwanderungen der letzten Wochen dürften erst der Anfang einer Entwicklung sein, deren Ende noch nicht abzusehen ist.

Print Friendly, PDF & Email

verwandt mit:

Watch Dragon ball super