Volksgesundheit schützen – Glyphosat verbieten!

In 14 populären Biersorten wurden vom Münchener Umweltinstitut zum Teil bedenklich hohe Mengen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat gefunden. Der gesetzliche Grenzwert für Trinkwasser wurde teilweise um das 300-fache überschritten. Im...

In 14 populären Biersorten wurden vom Münchener Umweltinstitut zum Teil bedenklich hohe Mengen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat gefunden. Der gesetzliche Grenzwert für Trinkwasser wurde teilweise um das 300-fache überschritten. Im Biertrinkerland Deutschland ist die Aufregung groß, doch hätte sie dies schon viel früher sein müssen.

Seit geraumer Zeit macht die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) darauf aufmerksam, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend“ sei. Auch ist bekannt, dass rund 40 Prozent der deutschen Ackerflächen mit glyphosathaltigen Pflanzengiften behandelt werden, woraus man sicher schließen kann, dass nicht nur Bier massiv von Glyphosatrückständen betroffen ist.

RapsfeldWährend internationale Organisationen seit Jahren vor den gesundheitlichen und ökologischen Folgen der Glyphosatnutzung warnen, wollen deutsche Behörden davon nichts wissen. Der Bundestag hat sich nun mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, den Weg für eine erneute Verlängerung der EU-weiten Genehmigung von Glyphosat frei zu machen. Die EU-Kommission will die Substanz bereits am 7./8. März 2016 für weitere 15 Jahre auf europäischen Flächen genehmigen.

Glyphosat wird vor allem vom US-Konzern Monsanto produziert und weltweit an Bauern und Landwirtschaftsbetriebe verkauft. Glyphosat wird nicht nur vor der Aussaat eingesetzt, um den Boden von Unkraut zu befreien, sondern seitdem es glyphosat-resistente, gentechnisch veränderte Pflanzen gibt, auch nach der Aussaat. Monsanto produziert nicht nur das Unkrautgift, sondern auch das entsprechende resistente Saatgut.

Experten zufolge befinde sich Glyphosat nicht nur im Boden, sondern auch im Wasser und in der Luft und gefährde somit die biologische Vielfalt.

Wir Nationaldemokraten halten die Entscheidung des Bundestags, trotz massiver Bedenken Glyphosat auch künftig zuzulassen, für grob fahrlässig und einseitig an Konzerninteressen orientiert. Wenn die EU-Kommission die Substanz im März für weitere 15 Jahre freigibt, dann spricht das nicht für die Unbedenklichkeit von Glyphosat, sondern für den weitreichenden Einfluss einiger Konzerne auf die europäische und deutsche Politik.

Dieser Einfluss muss zurückgedrängt werden, um die Gesundheit der Menschen wirksam schützen zu können.

Ronny Zasowk

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