Überwindung der »Willkommenskultur« durch Suspendierung der deutschen Schuldneurose

Mehr als 70 Jahre nach dem offiziellen Kriegsende am 8. Mai 1945 haben sieben Jahrzehnte alliierter Umerziehung in der politischen Kultur Deutschlands tiefe Spuren hinterlassen. Die deutsche Schuld wurde...

Mehr als 70 Jahre nach dem offiziellen Kriegsende am 8. Mai 1945 haben sieben Jahrzehnte alliierter Umerziehung in der politischen Kultur Deutschlands tiefe Spuren hinterlassen. Die deutsche Schuld wurde von Bildungsinstitutionen, Massenmedien und Systemparteien ritualisiert und bei jeder Gelegenheit in die Köpfe und Herzen der Deutschen gebrannt. Die daraus resultierenden Schuldkomplexe führen dazu, daß sich viele Deutsche mit ihrer Nation nicht mehr positiv identifizieren möchten.

Safet Babic

Durch den einseitigen Geschichtsunterricht (»Holocaust Education«) kommt es zu einem Identitätsknick bei der deutschen Jugend. Der pädagogische Ansatz, durch konstruierte emotionale Betroffenheit und Opfer-Identifikation, hat negative Auswirkungen auf das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl. Gerade im Jugendalter besteht eine besondere Verletzlichkeit in der Identitätsentwicklung. Durch die permanente Erzeugung von Schuld- und Schamgefühlen werden soziale und nationale Bindungen dekonstruiert.

Nach einer bereits 2011 veröffentlichten Langzeitstudie von Prof. Dr. Ulrich Schmidt-Denter belegen die Deutschen europaweit einen unangefochtenen Spitzenplatz für Fremdenfreundlichkeit (Xenophilie), gleichzeitig ist die Selbstkritik in Deutschland so stark ausgeprägt wie sonst nirgends in Europa. Während nach empirischen Untersuchungen die Hälfte der Jugendlichen einen Schlußstrich ziehen möchte – wahrscheinlich eine Abwehrreaktion auf die oben beschriebene »Komplex-Strategie«, empfindet die andere Hälfte die deutsche Geschichte als persönliche Belastung und verweigert daher eine Identifikation mit der eigenen Nation, präferiert somit stattdessen eine Identifikation mit der »gesamten Menschheit«. Diese vermeintliche »Weltoffenheit« dient der Kompensation enttäuschter Bindungsbedürfnisse an das Eigene durch Projektionen auf das Fremde (vgl. Ulrich Schmidt-Denter: »Die Nation, die sich nicht mag«. In: Psychologie Heute, September 2012).

»Schwächung des Lebens- und Überlebenswillens«

Der Entwicklungspsychologe warnt eindringlich vor der zweischneidigen »Holocaust-Erziehung«, die sich »auf einer schmalen Gratwanderung zwischen der Sensibilisierung für andere einerseits und der Verletzung von Gefühlen, Identitätsflucht und Selbsthaß andererseits« befinde und damit in letzter Konsequenz zur »Schwächung des Lebens- und Überlebenswillens« führen könne. Viele negative Entwicklungen in der BRD-Gesellschaft haben damit in der Umerziehung ihre wahre Ursache.

SklavenketteInsbesondere dürfte der peinliche Applaus für die dreisten Asylforderer an den bundesdeutschen Bahnhöfen im August 2015 sozialpsychologisch erklärbar sein. Denn gerade bei der jüngeren Generation ist die nationale Identität und allgemein die Bindung an das Eigene kaum ausgeprägt. Dabei ist die Ausprägung einer nationalen Identität für Individuen und Gesellschaften stabilisierend. Es sind eben geerdete Persönlichkeiten notwendig, um sowohl das eigene als auch das fremde Wesen vollumfänglich achten zu können. Zudem wirken sich die ständigen Schuldkomplexe als integrationshemmend für junge Migranten aus. Wer möchte schon freiwillig zum »Tätervolk« gehören?

Nach der Wiedervereinigung und dem Untergang der DDR 1990 haben linke Kreise bewußt als Ersatzutopie zur klassenlosen Gesellschaft die entgrenzte multikulturelle Gesellschaft verstärkt propagiert, um darin die deutsche Nation aufzulösen. So erklärte der Berliner Politologe Hajo Funke in seinem 1991 bei der Aktion Sühnezeichen erschienen Buch Jetzt sind wir dran. Nationalismus im geeinten Deutschland: »Wir sollten jeden Ausländer, der gern in unserem Land leben will, willkommen heißen.« Nach Auffassung des »Rechtsextremismusexperten« Funke sind Gegner dieser Meinung »Ethnozentristen« und »Ausländerfeinde«.

Freiwilliger Ethnozid

Mit der euphemistischen Umschreibung als »Willkommenskultur« ist im Jahre 2015 der freiwillige Ethnozid als Ausdruck kollektiver Autodestruktion zur offiziellen Staatsdoktrin in der BRD geworden. Jahrzehntelang wurde das deutsche Volk über die Absichten der herrschenden politischen Klasse, die die Überfremdung im Interesse fremder Mächte zuließen, gezielt in die Irre geführt. Erinnert sei an dieser Stelle an die Regierungserklärung von Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) vom 10. November 1965: »Die Heranziehung von noch mehr ausländischen Arbeitskräften stößt auf Grenzen. Nicht zuletzt führt sie zu weiteren Kostensteigerungen und zusätzlicher Belastung unserer Zahlungsbilanz.« Mit der »Willkommenskultur« werden weder die globalen Probleme gelöst, noch die Deutschen zu moralisch besseren Menschen. Ganz im Gegenteil: Bereits Spengler demaskierte die Kosmopoliten als Handlanger fremder Interessen: »Alle Weltverbesserer und Weltbürger vertreten Fellachenideale, ob sie es wissen oder nicht. Ihr Erfolg bedeutet die Abdankung der Nation innerhalb der Geschichte, nicht zugunsten des ewigen Friedens, sondern zugunsten anderer.« (Der Untergang des Abendlandes, S. 782, DTV 1999).

Heute verschleiert die Willkommenskultur ökonomische und geopolitische Machtinteressen im imperialen Kapitalismus. Durch ihre unverantwortliche Asylpolitik hat die deutsche Bundesregierung nicht nur ihre Verpflichtung gegenüber der deutschen Nation verraten, sondern auch den Lebensnerv aller europäischen Völker getroffen. Erst ein neues nationales Selbstbewußtsein kann die psychologischen Zwangsmechanismen der Massenzuwanderung sprengen. Die Überwindung der »Willkommenskultur« als fataler Sonderweg setzt somit die Überwindung der deutschen Schuldneurose voraus.

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