„Aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus!“

Der Wahltermin rückt näher, bei etablierten Politikern liegen die Nerven blank. Nach jeder Beruhigungspille und jedem Trostpflaster wird gierig gegriffen. Es schlägt die Stunde der Psychologen, Meinungsforscher und anderer...

Der Wahltermin rückt näher, bei etablierten Politikern liegen die Nerven blank. Nach jeder Beruhigungspille und jedem Trostpflaster wird gierig gegriffen. Es schlägt die Stunde der Psychologen, Meinungsforscher und anderer politischer Kaffeesatzleser. Es wird untersucht, interpretiert, analysiert und im gleichen Atemzug kritisiert, angeklagt und verurteilt.

KlicheMusterbeispiele für Auftritte dieser Art liefert regelmäßig der Politikpsychologe Thomas Kliche von der Fachhochschule Magdeburg-Stendal ab. So erst dieser Tage beim ZDF, wo er vom hohen Ross herunter auf (seiner Meinung nach) zu kurz gekommene, geistig minderbemittelte, rückständige oder sonst irgendwie nicht „auf Linie“ befindliche Bürger verbal eindrosch:

„Rechtsextreme haben Immunisierungsstrategien, sie haben Verschwörungstheorien, zum Beispiel den Vorwurf der ‚Lügenpresse‘. Damit ist alles, was andere Menschen tun, um ihre Weltsicht an Tatsachen zu messen, außer Kraft gesetzt. Mit solchen Menschen kann man nicht vernünftig argumentieren. Wir sind gegenüber von regressiven Rechtsextremen immer in der Situation, dass wir eigentlich wie mit Kindern reden, die bockig und unvernünftig sind – also wir sind Erwachsene, die vernünftig auf sie zugehen, aber wir werden argumentativ niemals durchkommen.“

Nun ist „Vernunft“ immer eine Frage des Standpunktes. Zu der Erkenntnis, dass sich die Medien die Beschimpfungen der letzten Zeit selbst eingehandelt haben, kommt der Professor (auftragsgemäß?) nicht. Er hat anscheinend auch noch nichts von der Volksweisheit gehört, dass „Betrunkene und Kinder“ meist die Wahrheit sagen. Ein anderes Sprichwort rät dazu, sich erst einmal „an die eigene Nase zu fassen“, bevor man mit dem Finger auf andere zeigt.

Unfreiwillig gibt er aber auch einige Wahrheiten zum Besten: „Zusammengehörigkeit, Zugehörigkeit ist ein menschliches Grundbedürfnis, und deshalb ist es Menschen auch so wichtig, dass ihre eigene Gruppe ganz toll ist – deshalb werten sie auch andere ab. Je unsicherer sie sind, desto eher neigen sie dazu, andere abzuwerten. Und je mehr die Zukunft ihnen Angst macht, desto wichtiger ist, dass sie sich in ihrer Gruppe zuhause fühlen.“

Genau dieses sektenartige Zusammengehörigkeitsgefühl lässt sich immer wieder in linken Gruppierungen feststellen. Rot-grüne Landtagsabgeordnete zittern um Zukunft, Geld und Deutungshoheit. Deshalb rücken sie zusammen, pflegen eine Art Wagenburgmentalität und spucken Gift und Galle, wenn sie sich von Kritik getroffen fühlen oder an ihrem Stuhl gesägt wird. Professor Kliche gibt ihnen hierfür den pöbelhaften Rat: „Geduld haben, die Blödheit und Arschlöschigkeit ignorieren.“ Danke gleichfalls!

Den Politikern der Altparteien gibt der Herr Professor im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise den Tipp: „Alle Parteien hätten sagen müssen, Freunde, da wird sich jetzt ganz viel ändern, wir wissen zwar noch nicht perfekt wie die Lösung ist, aber wir müssen sie gemeinsam entwickeln, aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus.“

Stimmzettel_AusschnittWarum haben dann Merkel, Gabriel und Konsorten das Gegenteil davon gemacht? Weil es noch nie in der Geschichte der Menschheit Völkerwanderungen gab, die nicht zu Lasten der Einheimischen gingen. Von den islamischen Analphabeten, die massenhaft nach Deutschland strömen, ist nichts Positives zu erwarten. Schon jetzt spricht kaum noch jemand von „Bereicherung“. Solche Wahrheiten verschweigt man lieber oder redet wie Kliche lieber von der „Globalisierung als Gestaltungsaufgabe“. Im Zeitalter des Internets sind Tatsachen aber nicht unter der Decke zu halten. Die Wahlen am 13. März werden noch nicht den ganz großen Umschwung bringen. Sie könnten aber ein Meilenstein einer Entwicklung werden, die über ein bloßes Stühlerücken hinausgehen muss.

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