Wahlkampf 2016 – linke Strategen in der Krise

Langsam kommen die Wahlkämpfe in Gange. Beherrschendes Thema ist die von Angela Merkel zu verantwortende Masseneinwanderung kulturfremder Völker, die hinter dem Feigenblatt namens Flüchtlingspolitik immer klarer in Erscheinung tritt....

Langsam kommen die Wahlkämpfe in Gange. Beherrschendes Thema ist die von Angela Merkel zu verantwortende Masseneinwanderung kulturfremder Völker, die hinter dem Feigenblatt namens Asyl_ 495544596_8bd2a7e5fe_oFlüchtlingspolitik immer klarer in Erscheinung tritt. Die Zahl derer, die diesem „völligen Staatsversagen“ ablehnend gegenüber stehen, wächst ständig. Selbst in den etablierten Parteien gibt es immer mehr Kritiker einer Politik, die „wirklich unverantwortlich“ ist. Nach den Ereignissen in Köln und anderen Städten wächst die Zahl derer, die meinen, „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht dann eben auch verwirkt.“

Wer nun glaubt, die oben genannten Zitate kämen aus der CSU, liegt falsch. Sie stammen von Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag und sind den Willkommensklatschern in ihrer Partei ein Dorn im Auge. Hatten sich doch die Wahlkampf-Strategen in Magdeburg, Stuttgart und Mainz längst auf die Linie einer realitätsfremden Willkommenskultur geeinigt, die eher der multikulturellen Ideologie westdeutscher Traumtänzer als den praktischen Wünschen ihrer insbesondere im Osten einwanderungsskeptischen Wählerschaft entspricht. Doch nur hier sind wirkliche Wahlerfolge für die Linken möglich. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist selbst ein knapper Einzug in die Landtage eher unwahrscheinlich.

Der alternden Basis der einstigen SED in Sachsen-Anhalt sind die Probleme mit den etwa 8000 Arabern aus Algerien und anderen orientalischen Ländern noch aus DDR-Zeiten in schlechter Erinnerung. „Man muss sich doch vorher überlegen, wen man ins Land lässt“, so stöhnte selbst mancher Funktionär angesichts der sich häufenden Schlägereien und Übergriffe. Die Folge war ein Auslaufen der Verträge mit den Herkunftsländern auf diplomatischem Wege und damit ein Rückgang der Auseinandersetzungen.

Wulf Gallert

Wulf Gallert

Selbst die greisen Kader des Politbüros zeigten sich in dieser Frage also flexibler als der überwiegende Teil ihrer politischen Erben in den heutigen Blockparteien. Die lassen sich wie der Thüringer Ministerpräsident Ramelow (Linke) auf Bahnhöfen dabei filmen, wie sie Einwanderer mit „inshallah“ begrüßen. Auch der linke Spitzenkandidat Gallert prügelt lieber verbal auf alles ein, was er für „rechts“ hält.

Die öffentlich geäußerten Erkenntnisse seiner Genossin Wagenknecht kommen für ihn nicht nur zur Unzeit, sie stören auch ganz gewaltig seinen Wahlkampf. Immerhin hat er es sich vorgenommen, wie Ramelow Ministerpräsident einer rot-rot-grünen Landesregierung in Sachsen-Anhalt zu werden. Zwar sehen die Aussichten dafür alles andere als rosig aus, wenn man den letzten Umfragen Glauben schenken darf. Linke und SPD brechen demnach prozentual ein, die Grünen könnten an der 5%-Hürde scheitern.

Das hindert Gallert nicht, seinen Wählern weitere Zumutungen abzufordern. So verweist er in der Einwanderungsfrage auf den reichlich leerstehenden Wohnraum und fordert in einem Interview mit der „Volksstimme“ ernsthaft: „Wir müssen die Situation bei uns so gestalten, dass die Leute hier bleiben.“ Der Spitzenkandidat der Linken macht sich keinerlei Gedanken über den kulturellen Hintergrund der Menschenmassen, die zu uns kommen. Vielleicht sollte Gallert einmal bei Karl Marx nachlesen, der schrieb: „Der Koran teilt die Welt in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby“, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muslimen und Ungläubigen.”

Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass ein Politiker, der sich ideologisch dermaßen verrannt hat wie Wulf Gallert, in den wenigen Wochen bis zur Landtagswahl zur Einsicht kommt. Da hilft nur eins: Die Wähler müssen möglichst vielen Abgeordneten der Altparteien den Stuhl vor die Tür setzen. Und unsere Wahlkämpfer müssen alles dafür tun, damit auch bisherige Stammwähler, darunter zahlreiche ältere Bürger, ihre bisherigen Wahlentscheidungen radikal überdenken.

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