Rechtlos in Köln

„Straftaten einer neuen Dimension“ (FAZ), „Übergriffe gingen von einer Gruppe von 1000 Männern aus“ (Kölner Stadtanzeiger), „Polizei schockiert über Angriffe auf Frauen in Köln“ (Welt) – sie können es...
Hauptbahnhof Koeln - Empfangshalle bei Nacht
Hauptbahnhof Koeln - Empfangshalle bei Nacht

„Straftaten einer neuen Dimension“ (FAZ), „Übergriffe gingen von einer Gruppe von 1000 Männern aus“ (Kölner Stadtanzeiger), „Polizei schockiert über Angriffe auf Frauen in Köln“ (Welt) – sie können es nicht mehr verschweigen, die Qualitätsmedien. Schluss ist es mit dem Abwiegeln, Beschönigen oder im Ordner für „Einzelfälle“ Ablegen!

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Sie müssen Klartext scheiben, egal ob Welt, FAZ oder Boulevard-Presse. Zu den verbrecherischen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht rund um den Kölner Hauptbahnhof gab es von Kölns Polizeipräsidenten Albers während der heutigen Pressekonferenz deutliche Worte. Es handele sich um „Straftaten einer völlig neuen Dimension“. Und es sei ein unerträglicher Zustand, „dass mitten in der Stadt solche Straftaten begangen werden.“ Und er benennt auch die Täter, die sich – 1000 an der Zahl – versammelt hatten, um zu stehlen, zu rauben und hemmungslos über Frauen herzufallen. Sie würden „dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum stammen“, so Wolfgang Albers. Schluss mit falscher Rücksicht!

Umzingelt, bedrängt und ausgeraubt, sexuell belästigt, unter den Rock gegriffen, den Slip zerrissen. Es sollen inzwischen mindestens achtzig Anzeigen gestellt worden sein, in denen genau diese Verbrechen geschildert wurden. Und es blieb nicht bei einem einzelnen Ereignis: Am Sonntag wurde eine Gruppe von fünf Männern festgenommen, die am Kölner Dom und Hauptbahnhof unterwegs waren, um ähnliche Straftaten zu begehen. Auch über die Tage vor Silvester sind Berichte über derartige Straftaten bekannt geworden.

Es ist nicht an der Zeit, darüber zu lamentieren, dass man schon immer gewarnt hatte, wie schlimm es einmal kommen könnte. Jetzt muss gehandelt werden! Und zwar von denen, die dafür gewählt oder 2015-06-09_Henriette_Rekerbezahlt werden. Wir können nicht bis zur nächsten Wahl warten, in der Hoffnung, dass neue Mehrheiten eine andere Politik einleiten. Nicht nur Polizeivertreter, sondern selbst die Kölner Oberbürgermeisterin Reker, bekannt für ihre soziale Ader gegenüber Einwanderern, sieht sich nun gezwungen, für Dienstag ein Krisentreffen mit der Polizei einzuberufen. Gegenüber dem  „Kölner Stadtanzeiger“ sorgte sich Henriette Reker öffentlich über das Entstehen eines rechtsfreien Raumes.

Diese Räume gibt es längst. Nicht nur in Duisburg–Marxloh, Berlin oder Hamburg, sondern auch in Köln. Verschweigen, Abwiegeln, Beschönigen oder im Ordner für „Einzelfälle“ Ablegen – damit muss jetzt auch in der Politik und nicht nur in Köln Schluss sein!

Einen Übergang zur „Tagesordnung“, wenn die Schlagzeilen verschwunden sind, darf es nicht geben. Und dafür braucht es Druck – nicht nur in den Parlamenten. Es steht alles auf dem Spiel, was an kulturellen Errungenschaften oder Rechtsstaatlichkeit in Jahrhunderten aufgebaut wurde!

 

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