Heute wie damals – Probleme mit jungen Arabern

Je länger die als „Flüchtlingskrise“ gehandelte Masseneinwanderung andauert, desto weniger lassen sich die damit verbundenen Probleme unter den Teppich kehren. Inzwischen bleibt es nicht bei den kaum noch zählbaren...

Je länger die als „Flüchtlingskrise“ gehandelte Masseneinwanderung andauert, desto weniger lassen sich die damit verbundenen Probleme unter den Teppich kehren. Inzwischen bleibt es nicht bei den kaum noch zählbaren Gewalttätigkeiten in den Unterkünften.

Magdeburg_Dom1So wurden am vergangenen Wochenende in Magdeburg mehrere Polizisten bei einer Schlägerei verletzt. Die Beamten waren nach Dienstschluss in einer Diskothek aus bislang ungeklärten Gründen mit Syrern aneinandergeraten. Diese hätten nach Polizeiangaben die Diskothek verlassen und seien mit Schlagwerkzeugen wie Tischbeinen zurückgekehrt. Damit schlugen sie auf die Polizisten ein und verletzten fünf von ihnen.

Vielen Lesern dürfte das Szenario bekannt vorkommen. Doch nicht nur in Hamburg, Köln oder Hannover sind derartige Meldungen seit Jahrzehnten alltäglich, sondern auch in Cottbus oder Halle/Saale gab es solche Auseinandersetzungen bereits vor 40 Jahren. Wie konnte es so etwas zu tiefsten DDR-Zeiten überhaupt geben?

Nach Angaben von „Horch und Guck“, der Zeitschrift der Gedenkstätte „Runde Ecke“ in Leipzig waren gut 8.000 der in der DDR beschäftigten Vertragsarbeiter Algerier, etwa ein Viertel der aus Entwicklungsländern stammenden Studenten kam aus arabischen Staaten. Damit sind nicht nur die von der arabischen Halbinsel stammenden Jemeniten zu verstehen, sondern alle arabischen oder arabisch geprägten Bewohner von Irak (70%) über Syrien (90%) und Palästina bis hin zu Algerien (70%) oder Marokko. Allen gemein sind die Verwendung arabischer Dialekte, der hocharabischen Schriftsprache und weitere kulturelle Gemeinsamkeiten.

Hier liegt eine wesentliche Ursache für die Häufigkeit derartiger Auseinandersetzungen, wie sie auch das Aktenstudium der Autoren von der „Runden Ecke“ ergeben hat: „Nicht selten aber bestand die Reaktion in unmittelbarer körperlicher Gewaltanwendung, ohne dass es zu verbalen Eskalationsstufen kam, die von deutscher Seite zumeist erwartet wurden. Solche Gewalthandlungen zur Wiederherstellung der Ehre führten dazu, dass sich die Algerier selbst als Gewalt-Täter einordneten.“ Ein Information, die auch heute kaum ungefiltert die Öffentlichkeit erreichen würde.

ErfurtIn Erfurt gab es im August 1975 besonders heftige Ausschreitungen zwischen Algeriern und Einheimischen, die sich über mehrere Tage hinzogen. Ursache sollen Gerüchte über Vergewaltigungen deutscher Frauen gewesen sein. Die Volkspolizei löste die spontanen Versammlungen mit Schlagstöcken und dem Einsatz von Hunden auf und nahm zahlreiche DDR-Bürger als „Rädelsführer und Rowdys“ fest. Die Probleme nahmen auch in anderen Bezirken ständig zu. Übermittelt ist der Stoßseufzer einer Lehrerin für Staatsbürgerkunde, man „müsse sich doch vorher überlegen, wen man ins Land lässt“. Auch auf höherer Funktionärsebene wird es entsprechende Diskussionen gegeben haben mit der Folge, dass auslaufende Verträge mit arabischen Staaten nicht verlängert wurden und die Zahl der Vertragsarbeiter aus diesen Ländern stark zurückging.

Wenn ganze 8000 Araber, die noch nicht einmal zeitgleich in der DDR verweilten, derartige Probleme bereiten konnten, was ist dann von den Millionen zu erwarten, die derzeit ins Land strömen? Die Antwort darauf kann sich jeder selbst geben.

verwandt mit:

Watch Dragon ball super