Niederknien und Widerrufen!

Unter Schlagzeilen wie „Lehrerverband warnt vor Sex mit Flüchtlingen“ ereifern sich die einschlägigen Printmedien über einen Leitartikel, der unter der Überschrift „Flüchtlingsdebatte: Anpassung an unsere Grundwerte erforderlich“ in der...

Unter Schlagzeilen wie „Lehrerverband warnt vor Sex mit Flüchtlingen“ ereifern sich die einschlägigen Printmedien über einen Leitartikel, der unter der Überschrift „Flüchtlingsdebatte: Anpassung an unsere Grundwerte erforderlich“ in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des Philologenverbandes „Gymnasium in Sachsen-Anhalt“ erschienen ist. Der Dachverband distanziert sich, Rücktrittsforderungen werden laut.

Gestützt wird das Geschrei auf immer die gleichen Zitate, die meist ohne Kenntnis des Originals mannkevoneinander abgeschrieben werden. Es sei empörend zu sagen, daß „viele junge, kräftige, meist muslimische Männer“ ins Land kämen und daß die „oft auch ungebildeten Männer“ ein Bedürfnis nach Sexualität hätten. Dem Autor Dr. Jürgen Mannke, Vorsitzender seines Verbandes wird ferner vorgeworfen, dass er von einer „Immigranteninvasion“ spricht, sexuelle Belästigungen durch Asylbewerber thematisiert und Aufklärung fordert, damit sich Mädchen nicht „auf ein oberflächliches sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen“.

Es bleibt die Frage: Was ist eigentlich falsch an diesen Angaben? Kommen etwa alte und gebrechliche Frauen ins Land, die keinerlei sexuelle Bedürfnisse mehr haben? Ist es nicht Tatsache, daß ganze 10 Prozent der Einwanderer über berufliche Qualifikationen verfügen? Ist es keine Invasion, wenn Grenzen – oft gewaltsam – durchbrochen werden? Und was steht eigentlich noch in diesem Artikel, über den sich die gesamte Pseudo-Elite so aufregt?

Schon im ersten Absatz folgt nach dem Schlagwort „Immigranteninvasion“ die Binsenweisheit „Ohne Zweifel ist es unsere humane Pflicht, Menschen, die in existentielle Not durch Krieg und politische Verfolgung geraten sind, zu helfen. Aber es ist ungemein schwer, diese von den Leuten zu unterscheiden, die aus rein wirtschaftlichen oder gar kriminellen Motiven in unser Land kommen.“ Hier müßte ernstgemeinte Kritik ansetzen, denn so schwer ist es gar nicht, diese Unterscheidungen zu treffen!

Über muslimische Männer heißt es, daß sie sich „als Asylbewerber die Bundesrepublik Deutschland auserkoren haben, weil sie hier ideale Aufnahmebedingungen vorfinden oder das zumindest glauben.“ Das stimmt und daran sollte sich schleunigst etwas ändern!

Opportunismus pur ist die nächste Sprechblase: „Sicher brauchen wir angesichts unserer Kinderarmut gerade junge, gut ausgebildete oder zumindest integrationswillige junge Menschen, die auch in Zukunft unsere sozialen Systeme sichern helfen. Die Politik hat allerdings in der Vergangenheit nicht gerade bewiesen, daß sie eine gezielte Einwanderung zielführend zu managen weiß.“

„Nicht gerade bewiesen“? Komplett versagt hat die etablierte Politikerriege! Schon Anfang dieses Jahres stellten wir in einer Analyse zum kanadischen Punktesystem zur Auswahl hoch qualifizierter Arbeitskräfte fest: „Es hält nicht, was es verspricht. Weder verhindert es die Fehlentwicklungen, die mit einer zunehmenden Islamisierung einhergehen noch hält es andere Formen der Einwanderung oder Einflußnahme auf. Notwendig ist eine Überprüfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die nicht nur konsequent angewandt sondern im Bedarfsfall auch grundlegend verändert werden müßten.“

Über weitere Abschnitte des Leitartikels regt sich niemand weiter auf, aber das verwundert auch nicht. Neben einer erneuten Forderung nach gesetzlich geregelter Einwanderung folgt die Beschreibung allgemein bekannter Gefahren, wie sie sich aus islamischen Parallelgesellschaften ergeben. Ob „Wertevermittlung“ oder das „Erlernen der deutschen Sprache“ wirklich der Schlüssel zum Erfolg sind, darf nach den in westdeutschen Großstädten offen zutage tretenden Zuständen bezweifelt werden.

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Sebastian Striegel

Trotzdem wird das (vorsichtige) Aussprechen einiger weniger tabuisierter Tatsachen Folgen für den Autor haben. Von „allerschlimmstem Stammtisch-Niveau“ und „unerträglichen Entgleisungen“ ist in einem Kommentar der „Volksstimme“ die Rede, er sei „als Chef des Philologenverbandes nicht mehr tragbar“. Ein ehemaliger Schüler Mannkes, der grüne Abgeordnete Striegel, bezeichnet die Äußerungen gar als „kulturrassistisch“. Die Meute tobt also in gewohnter Weise.

Erstaunlicherweise distanziert sich Dr. Mannke auch auf Nachfragen der Presse nicht von seinen Äußerungen: „Dazu stehe ich. In einer Demokratie muß man auch Meinungen aushalten, die nicht besonders bequem sind“. Und weiter: „Ich würde den Artikel wieder so schreiben. In der Bevölkerung nimmt man das so wahr. Es ist die Wahrheit.“

Ob ihm sein dazwischen geschobener Satz „Mit den Rechten will ich nichts zu tun haben“ helfen wird, ist fraglich. Die Existenzvernichtungskommandos sind unterwegs und sie werden erst ruhen, wenn sie ihr Ziel erreicht haben – wenn ihnen nicht andere Entwicklungen zuvorkommen.

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