Von der Flüchtlingseuphorie zur Flüchtlingsdepression

Wer hat nicht die Bilder von fast euphorisiert wirkenden Gutmenschen im Kopf, die an Bahnhöfen die Massen an kulturfremden Asyl-Schwindlern mit Jubel und Geschenken empfingen, ganz so, als wären...

Wer hat nicht die Bilder von fast euphorisiert wirkenden Gutmenschen im Kopf, die an Bahnhöfen die Massen an kulturfremden Asyl-Schwindlern mit Jubel und Geschenken empfingen, ganz so, als wären schnöde Wirtschaftsflüchtlinge die Heiligen und Popstars unserer Zeit. Der britische Politologe Anthony Glees beklagt angesichts dieser „Willkommenskultur“-Narreteien, die Bundesrepublik präsentiere sich als „Hippie-Staat, der nur von Gefühlen geleitet wird“. Diesen „Refugees Welcome“-Rufern war es egal, daß die Umjubelten auf ihrem Weg ins Asylanten-Paradies Deutschland mehrere sichere und kriegsfreie Drittstaaten durchquerten. Es war ihnen egal, daß die meisten Ankömmlinge bloße Wohlstandsjäger sind, die das einmalig großzügige deutsche Asylrecht mißbrauchen. Es war ihnen egal, daß die meisten Asyl-Forderer junge, leicht reizbare Männer aus gewaltaffinen Kulturkreisen sind. Und es war den Flüchtlingsromantikern egal, daß die meisten illegal Eingereisten Muslime sind, darunter womöglich auch Mörder des „Islamischen Staates“ oder andere Religionsfanatiker. Sie alle wurden nicht nur als angeblich Mühselige und Beladene, als Arme und Traumatisierte bejubelt, sondern auch als Invasoren begrüßt, die das vielen Linken verhaßte Deutschland zerstören sollen.

Tausende Linksdeutsche engagieren sich unter den Lobesarien der Medien seit Monaten für die „Flüchtlinge“. Sie arbeiten als Kleidersammler, Essenskocher, Wohnungssucher, Sprachlehrer, Behördenbegleiter, Übersetzer, Kinderbetreuer, Ärzte, Alltagslotsen und vieles mehr. Sie gelten in diesen irren Zeiten als die Bürgerelite der „Zivilgesellschaft“, ohne die der Staat mit der Asylanten-Rundumversorgung längst heillos überfordert wäre, ja kollabieren würde. Kollabieren könnten bald aber auch viele dieser von nationalem Selbsthaß zerfressenen oder zumindest von größtmöglicher Naivität angekränkelten Flüchtlingshelfer. Sie selbst – unterstützt von einer völlig realitätsblinden Flüchtlingsmutti Merkel – haben mit ihren grotesken „Refugees Welcome“-Botschaften die sprichwörtliche Büchse der Pandora geöffnet. Sie haben in ihrer Multikulti-Verblendung Geister einer Völkerwanderung, ja Völkerinvasion gerufen, die sie nun nicht mehr loswerden.

Sie können deshalb so viel „Flüchtlingshilfe“ leisten, wie sie wollen: der schieren Masse an Schein-Asylanten, die Deutschland fluten, werden auch die bienenfleißigsten Kleidersammler, Essenskocher, Wohnungssucher, Sprachlehrer, Behördenbegleiter, Übersetzer, Kinderbetreuer, Ärzte und Alltagslotsen nicht mehr Herr. Auch für Gutmenschen hat der Tag nur 24 Stunden; auch sie brauchen paar Stunden Schlaf; auch sie brauchen Ruhe und Privatheit. Aber der Ansturm von täglich bis zu 10.000 illegal Eingereisten und die erwartete Zahl von 1,5 Millionen „Flüchtlingen“ allein in diesem Jahr versetzt diese Flüchtlingshelfer in einen ständigen geistigen Ausnahme- und körperlichen Anspannungszustand. Tagein, tagaus wollen sie die Welt retten, indem sie Deutschland zum Weltsozialamt machen. Tagein, tagaus wollen sie den Fremden das Leben im Multikulti-Irrenhaus versüßen. Tagein, tagaus müssen sie auch noch gegen „Intoleranz“ und „Fremdenfeindlichkeit“ ankämpfen. Und tagein, tagaus haben sie sich mit den „Rechtspopulisten“ und „Rechtsextremisten“ herumzuärgern, die das Land ihrer Väter doch tatsächlich auch als Land ihrer Kinder erhalten wollen und die der Auffassung sind, daß Deutschland keine Einwanderungszone für theoretisch sechs Milliarden Menschen werden darf, denen es wirtschaftlich irgendwie schlechter geht als uns.

Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt nun: „Man muss dort, wo sich Menschen direkt um die Aufnahme, Betreuung, Versorgung der Flüchtlinge kümmern, nicht mehr lange suchen, um Helfer zu finden, die genau das fühlen: dass die Mühen sich zu einer Krise auswachsen.“ Und im aktuellen „Stern“ heißt es: „Polizisten, Sozialarbeiter und viele Zehntausend Ehrenamtliche sind am Limit. Oft weit darüber hinaus.“ Selbst in der Parteispitze der SPD wachsen die Befürchtungen, die Stimmung der Deutschen könnte massiv und nachhaltig kippen, sobald der Eindruck entsteht, Deutsche würden wegen der milliardenschweren Hilfe für Schein-Asylanten benachteiligt. SPD-Chef Gabriel warnt deshalb vor einer tiefen gesellschaftlichen Spaltung und davor, neue Sozialwohnungen oder Kitaplätze ausschließlich für Asylbewerber zu schaffen.

Längst ist aus dem Politikerversagen ein raumgreifendes Staatsversagen geworden, das schnell zum Verwaltungskollaps führen kann. Die Asylantenmassen werden immer größer und die Unterbringungsmöglichkeiten immer knapper. Konfliktgeladene Zeltstädte schießen wie Pilze aus dem Boden, und Hunderte Turnhallen werden mit „Flüchtlingen“ not- und zwangsbelegt. Streß, Streit und Gewalt, Überforderung, Anspannung und Gereiztheit nehmen überall zu, wo man es mit den Fremden zu tun hat. Unsere wackeren Flüchtlingshelfer sind mittendrin, obwohl viele mit ihren Kräften schon am Ende sind. Sie fahren gewissermaßen auf Verschleiß, ihre Kraftbatterien leeren sich und die Idealismus-Reserven sind bald verbraucht. Und der nahende Winter wird die Versorgungs- und Unterbringungskrise noch dramatisch verschärfen.

Wenn sich bei den Ausländer-Verstehern wegen der nicht versiegenden Menschenmassen das Gefühl der Sinnlosigkeit ihres Tuns einschleicht und durch den Nahkontakt mit den „Flüchtlingen“ die große Desillusionierung eintritt, ist die Renationalisierung des Denkens selbst im postnationalen Deutschland kaum mehr aufzuhalten. Von der Flüchtlingseuphorie zur Flüchtlingsdepression ist es nur ein kurzer Weg, wenn zivilgesellschaftliches Trallala auf die harte, unromantische Realität der Überfremdungsgesellschaft stößt.

Genau darauf wies dieser Tage die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hin: „Merkel scheint zu übersehen oder nicht angemessen zu gewichten, wie nahe Engagement und Enttäuschung beieinander liegen. Der politische Ökonom Albert O. Hirschman trifft ziemlich genau die sozialpsychologische Dimension der gegenwärtigen öffentlichen Flüchtlingshilfe, wenn er in seinem Buch ‚Engagement und Enttäuschung. Über das Schwanken der Bürger zwischen Privatwohl und Gemeinwohl‘ vor der Irritierbarkeit einer von Herzen kommenden öffentlichen Einsatzbereitschaft warnt. Politik sollte das humanistische Engagement seiner Bürger nicht über Gebühr beanspruchen. Es sei gefährdet, sobald es durch politischen Realitätsverlust enttäuscht wird: ‚Die Höhe des Sockels, auf den dieses Engagement gestellt wird, bedingt die Möglichkeit eines spektakulären Absturzes.‘ (…) Möchte die Kanzlerin das wirklich? Den großen Umschlag von Engagement in Enttäuschung? Von öffentlicher Willkommenskultur zum frustrierten Rückzug ins Private, ins xenophobe Ressentiment?“

Dieser Umschlagpunkt von Euphorie in bittere Enttäuschung wird womöglich im Januar erreicht sein, wenn die Behörden durch die Asylantenmassen handlungsunfähig sind, die Unterbringungskapazitäten restlos erschöpft sind, die „Flüchtlinge“ wegen unwirtlicher Außentemperaturen noch mehr Asylheim-Koller bekommen und die Flüchtlingshelfer unrettbar resigniert und desillusioniert sind. Während über den harten Flüchtlingswinter viele Gutmenschen am Sinn der Arbeit zweifeln und den Rückzug ins unpolitische Private antreten werden, beginnt im Frühjahr 2016 auf der Straße und an der Wahlurne die politische Offensive all derjenigen, die Deutsche in einem deutschen Deutschland bleiben wollen. Eine hochmotivierte und breitaufgestellte nationale Opposition trifft in diesem politisch heißen Frühling dann auf eine nicht nur desillusionierte, sondern regelrecht demoralisierte Gutmenschen-Gilde. Das sind Zeiten, in denen bisherige Diskurshegemonien gebrochen und alte (Anti-)Eliten moralisch delegitimiert werden und sich das politische Koordinatensystem nachhaltig nach rechts verschiebt.

NPD-Landesverband Sachsen

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