USA: Europa muss Flüchtlingskrise selber bewältigen

Europa muss nach Ansicht des Weißen Hauses mit dem Ansturm von Flüchtlingen aus dem Mittleren Osten und Nordafrika selber fertig werden. Pressesprecher Josh Earnest meinte hierzu am Donnerstag: „Europa...

Europa muss nach Ansicht des Weißen Hauses mit dem Ansturm von Flüchtlingen aus dem Mittleren Osten und Nordafrika selber fertig werden. Pressesprecher Josh Earnest meinte hierzu am Donnerstag: „Europa hat die Kapazität, dieses Problem selber zu lösen.“ Zwar stünden die USA mit Wissen und Rat zur Verfügung, mehr Flüchtlinge aus den betreffenden Regionen würde man aber nicht aufnehmen wollen. Andere Ankündigungen habe er nicht zu machen.

Wer solche Verbündete hat, sollte anfangen, über den Zweck des Bündnisses nachzudenken. Und so stellt sich die Lage zurzeit im Einzelnen dar:

Im vergangenen Jahr kamen insgesamt rund 202.000 Asylbewerber nach Deutschland. In diesem Jahr soll sich die Zahl der nach Deutschland kommenden Asylbewerber auf etwa 800.000 vervierfachen. Laut dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund kommen somit Kosten in Höhe von acht bis zehn Milliarden Euro auf die Steuerzahler zu. Deutschland nimmt mittlerweile 40 Prozent aller Asylbewerber auf, die in die Europäische Union kommen.

Doch nicht nur der Asyl-Zustrom bewegt sich auf Rekordniveau. Im vergangenen Jahr kamen so viele Zuwanderer nach Deutschland wie seit 1992 nicht mehr. Insgesamt wanderten 1,34 Millionen Menschen ausländischer Herkunft nach Deutschland ein. Die Zahl der ausländischen Zuwanderer stieg somit im Vergleich zum Jahr 2013 um 21 Prozent. Es wanderten somit 577.000 Ausländer mehr nach Deutschland ein als das Land wieder verlassen haben. Besonders dramatisch stieg die Zahl der Zuwanderer aus Ost- und Südosteuropa. Aus Polen zogen 191.000 Personen zu, was einen Wanderungsüberschuss in Höhe von 59.000 Menschen bedeutet. Der Wanderungsüberschuss, also die Differenz zwischen Zuwanderung und Abwanderung, stieg bei Rumänen um 52 Prozent, bei Bulgaren um 61 Prozent und bei Kroaten um 115 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der Zuwanderer aus europäischen Ländern außerhalb der EU nahm ebenfalls deutlich zu. So lag der Anstieg bei Serben bei 125 Prozent, bei Kosovaren bei 176 Prozent und bei Albanern gar bei 483 Prozent. Auch aus Afrika und Asien stieg die Zuwanderung beträchtlich an. So kamen allein aus Syrien 62.000 Menschen nach Deutschland.

Diese massive Zuwanderung schlägt sich immer mehr in zunehmenden Sorgen der Deutschen nieder. Einer repräsentativen Studie der R+V-Versicherung zufolge fürchten 50 Prozent der Deutschen die „Überforderung von Bürgern/Behörden durch Asylbewerber“. Auch die Furcht vor islamistischem Terrorismus, der eine direkte Folge der Massenzuwanderung ist, ist unter den Deutschen massiv gewachsen.

Doch die etablierte Politik nimmt die berechtigten Sorgen und Ängste der Bürger nicht ernst. So bezeichnete Bundespräsident Joachim Gauck die Teile Deutschlands, in denen gegen Asylbetrug auf die Straße gegangen wird, als „Dunkeldeutschland“. Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagte mit Blick auf diejenigen, die die steigenden Asylbewerberzahlen kritisch beäugen und berechtigte Überfremdungssorgen artikulieren: „Bei uns zu Hause würde man sagen, das ist Pack, was sich hier rumgetrieben hat.“

Angesichts von mittlerweile über 16 Millionen Ausländern in Deutschland, einer jährlichen Zuwanderung von über 1,3 Millionen Fremden und einer prognostizierten Zahl von 800.000 Asylbewerbern innerhalb eines Jahres ist es eine unverschämte Frechheit von Gauck und Gabriel, diejenigen zu beschimpfen, die sich diese Entwicklung nicht kritiklos gefallen lassen wollen. (RZ)

 

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