Anschläge auf Asylbewerberheime – Fakten, Vorurteile und Nutznießer

Je mehr die neuzeitliche Völkerwanderung an Umfang zunimmt und die damit verbundenen Probleme wachsen, um so lauter wird in Politiker- und Medienkreisen darüber darüber diskutiert. Je weniger aber erfolgversprechende...

Je mehr die neuzeitliche Völkerwanderung an Umfang zunimmt und die damit verbundenen Probleme wachsen, um so lauter wird in Politiker- und Medienkreisen darüber darüber diskutiert. Je weniger aber erfolgversprechende Lösungsansätze greifbar sind, umso mehr wird auf Möglichkeiten ausgewichen, die geeignet scheinen, von den Ursachen der Krise abzulenken.

Großer Beliebtheit erfreut sich dabei der gut eingespielte „Kampf gegen Rechts“. Zahllose Vereine verdanken ihm ihre Existenz. Sie sind gut verzahnt mit der milliardenschweren Asylindustrie und dem etablierten Parteienkartell. Da es aber auch aktueller Anlässe bedarf, den zunehmend ungeduldigen Bürgern diese Taktik schmackhaft zu machen, greift man auf jedes Vorkommnis im Umfeld der Heime zurück, das irgendwie als „ausländerfeindliche Gewalt“ deklariert werden kann.

Besonders medienträchtig sind hierbei Brände von Unterkünften. Brandstiftungen sind traditionell als verabscheuungswürdige Verbrechen im Volksbewusstsein verankert, erst recht, wenn dabei Menschen zu Schaden kommen. Dadurch sind sie aber auch besonders gut geeignet, Stimmungen anzuheizen. Umso wichtiger ist es, in solchen Fällen genauer hinzuschauen.

Es gibt unbestreitbar Fälle, bei denen Brände mit dem Ziel gelegt werden, Gebäude unbewohnbar zu machen. Das jüngste Beispiel für eine solche Straftat ist der Anschlag auf ein Haus in Salzhemmendorf in Niedersachsen. Nur zufällig kamen in der Nacht zum letzten Freitag eine aus Simbabwe stammende Familie – aber auch neun einheimische Bewohner – dabei nicht zu Schaden. Die Täter wurden bald gefasst und sollen geständig sein. Kontakte zur „rechten Szene“ hat es gegeben, sie gehen aber nicht über den Besitz einschlägiger Tonträger oder Facebook-Kontakte hinaus. Parteipolitische Anknüpfungspunkte wurden bislang nicht gefunden. Das mediale Geschrei wäre sonst unüberhörbar. Dafür soll es bei den Tätern einige Vorstrafen im kleinkriminellen Bereich geben.

Fest steht allerdings inzwischen, dass einer der Brandstifter aktiver Feuerwehrmann ist. Er war sogar am Löscheinsatz beteiligt. Vor einigen Jahren hatte er seinen Verein schon einmal verlassen, weil er unter dem Verdacht stand, einen Müllcontainer angezündet zu haben. So klar der Vorwurf des versuchten Mordes auch zu sein scheint: Die Motivlage insgesamt dürfte damit wieder völlig offen sein.

Die Brisanz solcher Vorkommnisse hat dazu geführt, dass es inzwischen einige Bürger gibt, die solche Vorfälle systematisch sammeln und statistisch auswerten. Der DS liegt eine dieser Quellen vor:

Nach ihr sind von den seit Oktober 2013 bis jetzt aufgelisteten knapp 100 Fällen von Bränden in Asylunterkünften ganze 15 dem Stichwort „einwanderungsfeindlich“ zuzuordnen. Doppelt so viele Fälle sind bislang ungeklärt, gar dreimal so häufig wurden Bewohner als Täter ermittelt. Das sind fast 50 Prozent aller Fälle! Hinzu kommen einige Taten, die Ausländern zugeordnet werden konnten, die nicht im Heim wohnten. Nicht immer wurden die Brände vorsätzlich gelegt, dafür kommen aber auch zahlreiche „Fehlalarme“ hinzu, die oft aus Langeweile von den Insassen der Heime getätigt wurden. Wir erinnern uns: In Gießen musste deshalb der Meldeweg verändert werden, um der Situation irgendwie Herr zu werden.

Schlägereien und sonstige Gewaltdelikte wurden in dieser Sammlung nicht berücksichtigt, sie würden jeden Rahmen sprengen. Nur ein Beispiel aus Chemnitz sein genannt: Eine Kleine Anfrage aus der NPD-Fraktion ergab, dass in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 127 Polizeieinsätze in der ZASt notwendig wurden. Davon waren 126 auf Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern zurückzuführen. Bei anderen Einrichtungen dürfte das Verhältnis ähnlich liegen.

Es steht völlig außer Frage, dass Straftaten – von wem immer sie auch begangen werden – bekämpft werden müssen. Es ist jedoch ein Zeichen völliger Verkommenheit der politischen Kaste und der ihnen zu Diensten stehenden Medien, wenn kriminelles Verhalten je nach Nutzen hoch- oder auch heruntergespielt wird. Wachsamkeit ist auch künftig angesagt.

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