Zur Einführung der Homo-Ehe: Alles Homo, alles gleich – oder was?

Seit dem irischen Referendum zur Ausweitung der Eheschließung auf gleichgeschlechtliche Paare wird auch in Deutschland dafür verstärkt die Werbetrommel gerührt. Von einer angeblichen Diskriminierung der Schwulen und Lesben ist...

Seit dem irischen Referendum zur Ausweitung der Eheschließung auf gleichgeschlechtliche Paare wird auch in Deutschland dafür verstärkt die Werbetrommel gerührt. Von einer angeblichen Diskriminierung der Schwulen und Lesben ist die Rede, Meinungen zu „Gleichstellung“ oder „Minderheitenschutz“ werden zu Gewissensfragen hochstilisiert. Die rot-grün dominierten Medien und ihr Anhang in Politik und Gesellschaft sind in ihrem Eifer kaum zu bremsen. Nichts wäre ihnen lieber, als die „Ehe für alle“ einzuführen, was zwangsläufig das Ende dieser Institution wäre. Daß Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes stehen, ist linken Politikern schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Als nützlicher Nebeneffekt wird auf grüner Seite die Ablenkung vom eben erst wieder hochgekochten Thema Pädophilie in der vorgeblichen Öko-Partei verbucht.

Auch die SPD setzt sich nun den Verlautbarungen ihres Führungspersonals zufolge für die Gleichstellung mit der traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau ein. Formal muß sie noch Rücksicht auf den Koalitionsvertrag mit der Union nehmen, in dem keine Rede von der Gleichstellung der bislang bestehenden „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ mit der Ehe ist. Doch auch in der einst konservativen Union mehren sich die Stimmen, die die Einführung der Homo-Ehe fordern. So meinte das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn, dass die CDU die Debatte endlich führen müsse: „Wenn wir diese Debatte mit mangelnder Aufrichtigkeit und verletzend führen, dann stoßen wir nicht nur Schwule und Lesben vor den Kopf, sondern auch ihre Familien und Freunde.“ Das ist ein Satz, der den Bedeutungswandel des Wortes „Aufrichtigkeit“ im aktuellen Politikbetrieb deutlich widerspiegelt.

Auch andere Politiker der C-Partei wie die stellvertretende Vorsitzende Julia Klöckner oder die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Nadine Schön haben sich für eine Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare stark gemacht. Kein Wunder, daß Alexander Vogt, Vorsitzender des Bundesverbandes der Lesben und Schwulen in der CDU, die an Fahrt gewinnende Debatte in seiner Partei bejubelt: „Das klare Ja in Irland ist ein Signal. In Deutschland, gerade auch in unserer Partei, muß jetzt etwas passieren. Ich hoffe, Angela Merkel setzt sich endlich über die Blockierer in der CDU hinweg.“ Damit dürfte er wahrscheinlich Recht behalten – die Väter des Grundgesetzes jedoch werden sich im Grabe drehen!

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die CDU ihre letzte konservative Bastion verläßt und auch Ehe und Familie den linken Parteien zum Fraß vorwirft. Die CDU ist längst keine Partei für Konservative mehr, sondern hat sich dem linken Zeitgeist angepaßt.

Aus der Debatte ausgeblendet wird bisher, welche Folgen die Einführung der sogenannten „Ehe für alle“ hätte. Sie würde nicht nur bedeuten, dass homosexuelle Lebenspartnerschaften steuerrechtlich der Ehe gleichgestellt würden, sondern auch, dass sie Kinder adoptieren dürfen. Dies wäre ein Experiment auf dem Rücken des Kindes, da Kinder Vater und Mutter für eine gesunde Entwicklung brauchen. Die empirische Datenbasis zur Entwicklung von Kindern mit homosexuellen „Eltern“ ist bisher zwar noch recht dünn, dafür gibt es Untersuchungen über Entwicklungsstörungen bei Kindern, denen ein Elternteil fehlt. Zahlreiche, auch neuere wissenschaftliche Studien haben belegt, wie wichtig für das Kindeswohl sowohl der Bezug zur Mutter als auch zum Vater ist. Aber egal, was in „wissenschaftlichen“ Studien zu diesem Thema auch zu lesen sein mag: Die Natur hat sich anders entschieden!

Das Aufweichen natürlicher Bindungen zugunsten ideologisch begründeter Experimente muß verhindert werden. Den Kindern darf niemals das Recht auf einen Vater UND eine Mutter genommen werden! (RZ)

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