Nicht nur über Grexit und Brexit, sondern auch über Dexit nachdenken!

Seit Monaten geistert das Schlagwort „Grexit“, kurz für das mögliche Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone, durch den hiesigen Blätterwald. Dann werden stets Horrorszenarien an die Wand gemalt. Die Griechen...

Seit Monaten geistert das Schlagwort „Grexit“, kurz für das mögliche Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone, durch den hiesigen Blätterwald. Dann werden stets Horrorszenarien an die Wand gemalt. Die Griechen würden verarmen, die Kosten wären immens, die Euro-Zone würde an Glaubwürdigkeit verlieren.

Was soll das Theater? All das ist längst eingetreten. Die Griechen leiden unter Armut und Rekordarbeitslosigkeit, die Griechen-„Rettung“ (die keine ist) kostet uns Deutsche Milliardensummen. Der Euro hat längst an Glaubwürdigkeit verloren, weil er eben nicht gehalten hat, was die Befürworter vor der Abschaffung der D-Mark versprochen haben. Ehrlicher wäre es, sich endlich einzugestehen, dass es für alle Beteiligten das Beste wäre, wenn Griechenland aus dem Euro aussteigen und die Drachme wieder einführen würde. Die Griechen könnten ihre eigene nationale Währung entsprechend abwerten, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Wir müssten keine Hilfspakete mehr nach Athen schicken.

Neben dem Grexit wird in letzter Zeit auch vermehrt über einen möglichen Brexit diskutiert. Die Briten wollen nicht aus dem Euro aussteigen – sie waren nie so dumm, ihre nationale Währung aufzugeben – sondern möglicherweise aus der Europäischen Union.

Großbritanniens Premierminister David Cameron ist kürzlich wiedergewählt worden, weil er versprochen hat, dass die Briten über den Verbleib in der EU abstimmen dürfen. Er fordert von der EU die Rückübertragung von politischen Kompetenzen an die Nationalstaaten, um wieder handlungsfähiger zu werden. Auch will er eine Änderung der EU-Verträge, um Großbritannien vor dem zunehmenden Sozialmissbrauch im Zusammenhang mit der sogenannten EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit zu schützen. Anderenfalls will er sich für den Ausstieg aus der EU stark machen.

Die deutsche Presse hält Camerons Forderungen für anmaßend, weil er es wagt, am Sinn der EU zu zweifeln. Cameron will, dass die EU Großbritannien nicht schadet, sondern nützt. Welch Skandal! So viel politisches Selbstbewusstsein sucht man bei Politikern der etablierten Parteien in Deutschland vergeblich. Stattdessen wird alles durchgewunken, was von der EU-Kommission befohlen wird.

Die EU in ihrer jetzigen Verfassung nützt Deutschland nicht, sondern plündert es aus. Die EU nimmt uns Deutschen den letzten kümmerlichen Rest an Souveränität und sie bringt durch den Wegfall der Grenzkontrollen und die Umsetzung der EU-Freizügigkeit Kriminalität und Massenzuwanderung in den Sozialstaat mit sich.

Es sollte nicht nur über Grexit und Brexit, sondern auch über einen Dexit – den Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone und der EU – nachgedacht werden.

 

Ronny Zasowk

 

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