„Rassismus“ einmal anders – multikriminelle Bande schlägt zu!

„Rassistische Gewalt in Berlin“ – viele Leser dieser Schlagzeile der „Berliner Zeitung“ werden, dem einstudierten Denkschema folgend, an eine Straftat mit „rechtem“ Hintergrund gedacht haben.  Wer es jedoch nicht...

„Rassistische Gewalt in Berlin“ – viele Leser dieser Schlagzeile der „Berliner Zeitung“ werden, dem einstudierten Denkschema folgend, an eine Straftat mit „rechtem“ Hintergrund gedacht haben.  Wer es jedoch nicht beim Lesen der Überschrift beließ und sich Zeit für den ganzen Artikel nahm, fand ein ganz anderes Szenario vor:

Am vergangenen Wochenende wurden in der U-Bahn zwei Fahrgäste mongolischer Herkunft zunächst angepöbelt und dabei u.a. als „Scheiß Chinesen“ beschimpft. Bei der verbalen Attacke blieb es jedoch nicht. Die insgesamt neun Täter schubsten und drängelten die beiden Männer am Bahnhof Klosterstraße aus dem Zug, schlugen und traten auf sie ein. Einem Polizeisprecher zufolge „stach einer der Täter dem durch die Angriffe bereits erheblich geschwächten 25-Jährigen mit einem Messer in den Bauch“. Damit nicht genug, warfen die Angreifer ihr Opfer auch noch ins Gleisbett. Sein Leben verdankt er seinem Begleiter, der die Verbrecher zunächst mit Schottersteinen in die Flucht schlug und ihn wieder auf den Bahnsteig zog. Zwei Notoperationen retteten ihn schließlich endgültig vor dem sicheren Tod.

Die polizeilich bekannten Täter konnten relativ schnell ermittelt und zum Teil auch festgenommen werden. Es handelt sich um einen 18-jährigen Georgier und einen 19-Jährigen „Deutschen libanesischer Herkunft“. Nach zwei weiteren „libanesischstämmigen“ Männern im Alter von 18 und 20 Jahren wird gefahndet. Erwähnt wird auch ein 14-jähriger Kosovo-Albaner, der jedoch nicht per Haftbefehl gesucht wird, ebenso wenig wie vier weitere Personen nicht beschriebener Herkunft, die am Tatgeschehen nicht aktiv beteiligt waren.

Innensenator Frank Henkel (CDU) gibt sich zu Recht empört: „Bei dieser Tat erschüttert die brutale Vorgehensweise, aber auch der mögliche rassistische Hintergrund.“ Zugleich verlangt er eine strenge Bestrafung der Täter. Danach sieht es aber derzeit eher nicht aus. So wird gegen die Bande nur wegen „gefährlicher Körperverletzung“ und nicht wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Entsprechend geringer werden der Fahndungsdruck und letztlich auch das Urteil ausfallen. Hinzu kommt die Praxis, Angeklagten aus diesem Umfeld beinahe immer nach dem milderen Jugendrecht zu bestrafen, selbst wenn sie das 18. Lebensjahr überschritten haben.

Interessant wird die politische Einstufung der Tat. In den Presseberichten ist mehrfach von einer „fremdenfeindlichen Gewalttat“ die Rede. Damit werden die Täter trotz ihrer ausländischen Wurzeln praktisch als „Einheimische“ gesehen. Da sich zumindest einer von ihnen im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft befindet und außerdem ihre „rassistische“ Gewalt beklagt wird, ist eine Zuordnung zur Ausländerkriminalität fraglich. Ob sich die sattsam bekannten Kreise dafür einsetzen werden, den ganzen Vorgang unter Kriminalität von „rechts“ einzuordnen, bleibt abzuwarten. Im Moment ist es noch sehr still in dieser Ecke. Mit statistischen Tricks im Nachhinein muß jedoch gerechnet werden. Wir werden Fall im Auge behalten.

Eine Frage bleibt zum Schluß: Wären die Opfer deutscher Herkunft gewesen, würden Politik und Medien dann auch von „rassistischer“  Gewalt sprechen? Daran darf gezweifelt werden.

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