„Die syrische Armee kämpft auch, um Europa zu verteidigen“ Die DS im Gespräch mit Hervé van Laethem (Nation, Belgien)

DS: Herr Van Leatham, ihre Partei NATION wurde kürzlich zu einem offiziellen Besuch nach Syrien eingeladen. Wie kam es dazu? Sie müssen wis­sen, daß NATION seit dem Beginn des...
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DS: Herr Van Leatham, ihre Partei NATION wurde kürzlich zu einem offiziellen Besuch nach Syrien eingeladen. Wie kam es dazu?

Sie müssen wis­sen, daß NATION seit dem Beginn des Bürgerkrieges in Syrien, ver­sucht hat, die Regierung von Präsi­dent Bashar al Assad zu unterstüt­zen. Zuerst natürlich aus inhaltlichen Gründen, da NATION die vorbildliche Gesellschaftsordnung, die die Baath- Partei verteidigt, sieht. Aber auch, weil wir schnell die Gefahr, die der sich dort ausbreitende Islamismus für Europa bedeutet, erkannt haben. Die aktuellen Terroranschläge in Eu­ropa geben uns hier leider recht. Wir haben sehr schnell damit be­gonnen, die syrische Gemeinschaft in Belgien bei ihrer Darstellung des Sachverhaltes des Konfliktes Ge­wicht zu verleihen und wurde infolge dessen Ende 2014 zu einem offizi­ellen Besuch in Syrien eingeladen.

DS: Was haben Sie dort für Eindrücke sammeln kön­nen?

Der Besuch gab uns die Möglichkeit, die Realität in Syrien und die Verschwörung ausländischer Mächte gegen das Land abseits der Medienpropagan­da kennenzulernen, insbesondere vom tapferen Kampf der syrischen Bevölkerung und der Armee ge­gen den islamischen Terrorismus. Die Reise war perfekt organisiert und fand unter sicheren Bedingun­gen statt, obwohl gelegentliche Mörserfeuer einen daran erinnert haben, daß der Terrorismus jeder­zeit an die Tür klopfen kann. Die­se Abschüsse wurden aber meist sehr schnell von der syrischen Ar­mee zum Verstummen gebracht. Zu jedem Kongreß und jedem Treffen wurden wir mit herzlicher Gastfreund­lichkeit begrüßt. Unsere Delegations­vertreter hatten mehrfach Gelegenheit, unseren Standpunkt in Interviews mit der Presse, wie auch vor dem syri­schen Fernsehen darzulegen. Diese fan­den frei von staatlichem Druck statt.

DS: Welche Kon­takte konnten Sie dort auf­nehmen, bzw. vertiefen?

Wir konnten einige syrische Offizielle, aber auch zivilge­sellschaftliche und geistige Akteure treffen. Darunter waren u.a. der Tou­rismusminister, der Verkehrsminister, aber auch der Minister für Information und der stellvertretende Minister für auswärtige Angelegenheiten. Ebenso waren wir zu Gesprächen beim Par­lamentspräsidenten und dem Ober­haupt der griechisch-katholischen Landeskirsche geladen. Unser letzter Delegationsbesuch war dann bei dem Generalsekretär der Baath- Partei (Regierungspartei Syriens; so­zial und sekulär), der bereits einer der Wegbegleiter von Hafez al-Assad, dem Vater und Vorgänger des jetzigen Präsidenten Bashar al-Assad, war.

DS: Wie ist es zu der jetzigen Situation gekommen? Ist es Ihrer Meinung nach möglich, konkrete Verantwortliche für den Krieg zu benennen?

Es gibt mehr als ei­nen Verantwortlichen. Zunächst sind na­türlich die USA zu nennen. Aber auch die Muslim-Bruderschaft, Israel, Saudi Arabien, Katar und die Türkei haben aus jeweils verschiedenen Motiven den Konflikt angeheizt oder die isla­mistischen Rebellen direkt unterstützt. Saudi-Arabien und Katar spielen des­halb eine besondere Rolle, weil von hier aus die finanziellen Mittel kom­men, die den Konflikt am laufen hal­ten. Diese Mittel gehen dann an die vielen terroristischen Gruppen wie etwa dem DAESH (Islamischer Staat). Daraus folgt, daß abweichende Ideo­logien des Islam, wie der Salafismus und der Wahhabismus, vorangetrie­ben werden.

DS: Können Sie uns einen Ausblick auf die anstehende Entwicklung in der Region geben?

Ich bin derzeit sehr optimistisch, daß sich die Situation weiter befrieden wird. Syrien steht in­ternational nicht allein. In der Region gibt es viel Unterstützung. Aber auch Rußland leistet seinen Beistand. Ein großer Teil der Bevölkerung unter­stützt die Regierung al-Assad und die syrische Armee hat in den letzten Monaten nicht nur Positionen halten können, sondern hat sich auch auf die Kriegführung der Partisanen ein­stellen können. Vor kurzem haben die Rebellengruppen größere militärische Rückschläge erlitten. Aber der Terro­rismus in der Region wird uns sicher noch länger beschäftigen. Ich will daran erinnern, daß Terror­gruppen wie ISIS und Al-Nusra, die heute in Syrien und dem Irak kämpfen, bereits jetzt eine klare und gegenwär­tige Gefahr für ganz Europa sind. Die syrische Armee kämpft deshalb auch, um Europa zu verteidigen und unsere Werte vor Salafismus, Wahhabismus und Terrorismus zu schützen.

Sehr geehrter Herr Van Laethem, vielen Dank für das Gespräch!

 

NATION wurde 1999 als identitäre und solidaristische Bewegung im fran­zösisch sprechenden Teil von Belgien (Brüssel und Wallonien) gegründet. Bei den letzten Wahlen konnte die Partei in vielen Regionen die Zweiprozent-Hürde über­springen. Sie unterhält seit vielen Jah­ren gute Kontakte zur NPD.

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