Wohnungseinbrüche – Schicksal oder Aufforderung zum Handeln?

In regelmäßigen Abständen kommt das Thema „Einbruchsdiebstahl“ in die Schlagzeilen der Medien. Das ist nicht verwunderlich, gilt doch die Verletzung des persönlichen Umfeldes, des Hausfriedens, seit Urzeiten als eines...

In regelmäßigen Abständen kommt das Thema „Einbruchsdiebstahl“ in die Schlagzeilen der Medien. Das ist nicht verwunderlich, gilt doch die Verletzung des persönlichen Umfeldes, des Hausfriedens, seit Urzeiten als eines der verwerflichsten Verbrechen. Das Eigentum gestohlen, Erinnerungen vernichtet und die Wohnung beschmutzt – ein Staat, der seine Bürger nicht davor schützen kann, verliert seine Legitimation.

Die Zahlen, die dabei aus den Statistiken in die Zeitungen gelangen, sind erschreckend. Innenminister Thomas de Maizière mußte gegenüber der „BILD“ unlängst einräumen, daß die Zahl der Wohnungseinbrüche in den letzten Jahren stark angestiegen ist: „2013 hatten wir 150 000  Wohnungseinbrüche. Zum Vergleich: Anfang der 90er-Jahre waren es 250 000 Einbrüche, vor einigen Jahren unter 100 000. Die Zahlen für 2014 liegen noch nicht alle vor, aber klar ist schon jetzt, die Wohnungseinbruchsdiebstähle nehmen weiter zu.“ Er weiß auch, daß es sich bei den meisten Tätern um „international agierende Banden“ handelt, denen er u.a. mit grenzüberschreitendem Handeln entgegentreten möchte.

Auf die Idee, die Grenzüberschreitung der Banden mit entsprechenden Maßnahmen zu verhindern, kommt der Innenminister nicht. Dazu müßte er einige der heiligen Kühe der Europäischen Union schlachten und sich mit den Kommissaren in Brüssel anlegen, was in seinem Weltbild nicht vorkommt. Dabei wäre die Wiedereinführung von Grenzkontrollen technisch und personell machbar. Entsprechende Initiativen der NPD in den Landesparlamenten von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurden von den Vertretern aller etablierten Parteien aber regelmäßig abgeschmettert.

Stattdessen empfehlen Thomas de Maizière und seine Kollegen aus der Politik eine stärkere steuerliche Förderung von Selbstschutzmaßnahmen der Bundesbürger. Das ist sicher nicht ganz verkehrt. Aber wo soll diese Aufrüstung enden? Der Rückzug in historische Ritterburgen dürfte nur wenigen möglich sein. Es gibt aber abschreckende Beispiele in Südafrika oder den USA, wo ganze Wohnsiedlungen hinter Stacheldrahtverhauen verschwinden. Elektronische Geräte, Bürgerwehren und private Wachdienste übernehmen die Aufgaben der Polizei, weil die Sicherheit anders nicht mehr gewährleistet werden kann.

Einen Staat, der sich nur noch als „Standort“ wirtschaftlicher Aktivitäten versteht, brauchen die Bürger nicht. Sie erwarten für ihre Arbeitsleistung und Steuerzahlungen eine entsprechende Gegenleistung. Das gilt für Deutschland genauso wie für seine europäischen Nachbarn. Die Geschichte kennt genügend Beispiele, in denen das Versagen der Führungseliten den Untergang ganzer Reiche nach sich zog. Daran sollten auch heutige Politiker denken.

 

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